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Spiele-Konsolen : Playstation-Netzwerk ist wieder online

  • Aktualisiert am

Project Morpheus heißt das Headset, mit dem Playstation-Spieler in die virtuelle Spiele-Welt eintauchen können. Bild: dpa

Drei Tage haben Hacker das Playstation-Netzwerk lahmgelegt. Nun können die Spieler endlich wieder online antreten. Und das FBI schaltet sich ein.

          Das Playstation-Netzwerk, mit dem Spieler im Internet gegeneinander antreten können, funktioniert offenbar wieder. Der japanische Konzern Sony, der die Konsole anbietet und das Netzwerk betreibt, teilte dies nun mit. Zugleich räumte Sony erstmals ein, Ziel eines Online-Angriffs geworden zu sein. Dabei seien seine Server mit einer künstlich erzeugten Datenflut überschwemmt worden. Immer noch, so Sony weiter, könnte es vereinzelt zu Störungen im Betrieb kommen.

          Ganze drei Tage ist das Netzwerk damit ausgefallen. Der sogenannte DDOS-Angriff erfolgte am ersten Weihnachtsfeiertag  - einem sensiblen Darum, denn die Konsolen sind ein beliebtes Geschenk zum Fest und diejenigen, die es bekommen, wollen natürlich sofort Konsole und Spiele ausprobieren. Sony und Microsoft, dessen Xbox-Netzwerk ebenfalls lahmgelegt wurde, teilten zunächst nur mit, das es Probleme mit den Netzwerken gebe. Von einer Attacke sprachen sie nicht.

          Dafür verkündete eine Hacker-Gruppe mit dem Namen „Lizard Squad“ (“Eidechsen-Truppe“), für die Attacke verantwortlich zu sein. Der Name macht schon seit August die Runde, denn damals bekannte sich die Gruppe zu einem ganz ähnlichen Angriff, auch auf das Playstation-Netzwerk. Damals musste sogar auch der Chef der Sony-Onlinespiele-Sparte John Smedley seine Flugroute ändern, offenbar weil er eine Bombendrohung erhalten hatte. „Heute hissen wir die Isis-Fahne über den Sony-Servern“, twitterte „Lizard Squad“ im August. Anfang Dezember drohte „Lizard Squad“ dann an, dass an Weihnachten ein großer Angriff stattfinden werde.

          Die „Lizard Squad“ ins Visiert nimmt jetzt auch die amerikanische Bundespolizei FBI. Die Ermittler kennen die Berichte und gehen diesen nach, erklärte eine Sprecherin. Einzelheiten nannte sie nicht - auch nicht, ob tatsächlich diese Hacker-Gruppe dahintersteckt oder doch, wie zunächst auch vermutet, Nordkorea, das zuletzt starken Anstoß genommen hatte an dem Film „The Interview“ - Sonys Hollywood-Studios waren gerade erst Ziel von Hackern geworden und die amerikanische Regierung verdächtigte die Diktatur. Denn in der Komödie geht es um Staatschef Kim Jong Un. Die Regierung in Pjöngjang bestreitet, dafür verantwortlich zu sein.

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