https://www.faz.net/-gqe-8fb5g

Video-App : Snapchat nimmt den Kampf gegen Facebook auf

  • Aktualisiert am

Snapchat auf der Bühne: Moderatorin Ellen DeGeneres filmt sich und ihr Publikum. Bild: AP

Mit Snapchat verschickt man Fotos, die sich schnell wieder löschen. Jetzt baut das Netzwerk aus.

          1 Min.

          Das soziale Netzwerk Snapchat baut die Funktion aus, mit der Nutzer sich gegenseitig Nachrichten schicken können – und wird dadurch anderen Nachrichtendiensten wie WhatsApp oder dem Facebook Messenger ähnlicher.

          Nach einem großen Update, das das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch vorgestellt hat, können Snapchat-Nutzer einander nicht länger nur kurze Videos schicken, sondern sich auch gegenseitig anrufen. In einem Blog-Beitrag, der die Neuerungen vorstellt, lobt sich Snapchat vor allem dafür, wie leicht Nutzer zwischen Text-Chats, Audio-Verbindungen und Videos wechseln können.

          Das soziale Netzwerk Snapchat hat seine Karriere mit Teenagern begonnen. Die waren begeistert davon, dass sie einander auf dem Handy Fotos schicken konnten, die sich nach wenigen Sekunden selbst zerstörten. Heute geht mit Snapchat weit mehr – nicht alles ist aber sofort zu verstehen. Als Teil des Kults von Snapchat gilt, dass Eltern mit der Bedienung der Handy-App nur schwer klarkommen.

          60 Prozent der jungen Amerikaner sind auf Snapchat

          Allerdings ist Snapchat inzwischen weit über die Teenager hinausgewachsen. Nach eigenen Angaben schicken einander mehr als 100 Millionen Menschen Fotos und Videos über Snapchat. In den Vereinigten Staaten nutzten mehr als 60 Prozent der jungen Leute zwischen 13 und 34 Jahren die App. 16 Milliarden Dollar soll das Unternehmen wert sein, gemessen daran, was Investoren für ihre Anteile im März gezahlt haben – allerdings geht es Snapchat nicht besser als anderen jungen Internet-Firmen: Die Bewertung ist seit einem Jahr nicht weiter gestiegen.

          Kandidaten-Selfies sind out. Dieser Fan von Hillary Clinton nimmt ein Snapchat-Video auf.

          Der Kampf um die Vorherrschaft bei Messenger-Diensten ist dagegen in vollem Gang. Vor allem Facebook nimmt das Thema sehr ernst. Vor zwei Jahren hat Facebook den Messenger „WhatsApp“ gekauft. Den eigenen Messenger will Facebook für Unternehmen öffnen – mittels künstlicher Intelligenz und automatischer Chat-Dienste soll der Messenger nach dem Willen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg so zur neuen Zentrale auf dem Handy und im Internet werden.

          In der Nacht zum Mittwoch hat Facebook auch die Funktionalitäten des Fotodiensts Instagram erweitert und erlaubt jetzt statt 15-Sekunden-Videos auch Videos, die bis zu einer Minute dauern.

          Weitere Themen

          Lieferengpässe wegen Coronavirus-Epidemie Video-Seite öffnen

          iPhone Produktion stockt : Lieferengpässe wegen Coronavirus-Epidemie

          Wegen der Coronavirus-Epidemie in China hat Apple seine Umsatzprognose für das laufende Quartal zurückgenommen. Ursprünglich hatte der amerikanische Konzern bis Ende März mit einem Umsatzvolumen von bis zu 67 Milliarden Dollar gerechnet. Diese Zahlen kann das Unternehmen nach eigenen Angaben nun nicht mehr erreichen.

          Topmeldungen

          CDU-Kandidat Röttgen : Ein Redner ohne eigene Truppen

          Geschätzt als Außenpolitiker, gescheitert als Landeschef – Norbert Röttgens Bewerbung für den CDU-Bundesvorsitz kommt unerwartet. Im Wahlkampf setzt er vor allem auf einen: sich selbst.
          Angehörige der uigurischen Minderheit in China demonstrieren 2009 in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina.

          Internierte Muslime in China : Willkür mit System

          Ein internes chinesisches Regierungsdokument zeigt, dass schon ein falscher Mausklick ausreicht, um in Xinjiang im Umerziehungslager zu landen. Auch wer zu viele Kinder hat, macht sich verdächtig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.