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Smartphones : Die größte Gefahr ist der Nutzer selbst

Die Telekom nutzt die Software „Lookout“ für zusätzliche Sicherheit auf Smartphones. Bild: dpa

Viele Menschen arbeiten weniger mit Computern, dafür mehr mit Tablets oder Smartphones. Doch die sind nicht immer sicher. Der Besitzer selbst kann allerdings auch einiges für die Sicherheit tun.

          Wer auf lauernde Gefahren aufmerksam machen will, muss mitunter zu drastischen Bildern greifen. John Hering wählte als Metapher ein Gewehr und als Bühne die Verleihung der Oscars, um Wirkung für sein Anliegen zu erzielen: Handys sicherer zu machen. Bewaffnet mit einem Laptop und dem „Bluesniper“, einer selbst entwickelten Antenne in MG-Form zum Ausspähen von Bluetooth-Netzen, begab sich Hering 2005 zur Filmpreis-Gala in Los Angeles.

          Der Absolvent der Universität von Südkalifornien wollte beweisen, dass die Mobiltelefone der Prominenten ganz leicht zu hacken sind. Tatsächlich schaffte es Hering nicht nur, auf dem roten Teppich nach eigenen Angaben 100 Promi-Handys auszuspähen, sondern auch in die „New York Times“ und das „National Public Radio“, so etwas wie der „Deutschlandfunk“ der Vereinigten Staaten.

          Angreifer versuchen, Daten von Smartphones zu stehlen

          Sieben Jahre danach ist aus dem jungen Mann mit dem Händchen zur Selbstinszenierung ein Unternehmer geworden, dessen Produkte auf der ganzen Welt heruntergeladen werden. Der 28 Jahre alte Hering ist Gründer und Vorstand von Lookout Inc., dessen Smartphone-Sicherheitsanwendungen Lookout Mobile Security nach Unternehmensangaben inzwischen mehr als 20 Millionen Nutzer auf ihren internetfähigen Telefonen installiert haben.

          Nun hat auch die Deutsche Telekom angekündigt, in Zukunft mit dem jungen amerikanischen Sicherheitshaus enger kooperieren zu wollen. In einer strategischen Partnerschaft wollen Lookout und Telekom gemeinsam Anwendungen entwickeln, um künftig die Sicherheit der Smartphones aller europäischen Telekom-Kunden zu erhöhen.

          Im Vergleich zu Herings Auftritt bei den Oscars haben sich die Sicherheitsanforderungen an mobile Geräte verändert. Und mit deren zunehmender Verbreitung steigen auch die möglichen Angriffspunkte. Ging es früher noch um ungeschützte Bluetooth-Schnittstellen, über die Angreifer auf private Daten zugreifen können, kommen die Attacken heute in Form von Schadsoftware und dem Abgreifen von Daten durch Eingabe, dem sogenannten Phishing. Dazu kommt: Auf den Smartphones lagern inzwischen nicht nur private Daten, sondern auch immer mehr geschäftlich genutzte Informationen.

          Die Hälfte der Nutzer speichert Passwörter im Smartphone

          Einer Umfrage des Sicherheitssoftwarehauses McAffee zufolge speichern 51 Prozent der befragten Nutzer privat oder beruflich genutzte Passwörter oder Pin-Codes auf ihren mobilen Geräten. 41 Prozent legen auch Details ihrer Kreditkarten dort ab. Eine der größten Gefahren geht der Umfrage zufolge vom Verlust der Geräte aus. Die Sicherheitsbeauftragten in den befragten Unternehmen treibt auch um, dass die Smartphones oder Tablets ihrer Mitarbeiter per Apps durch heruntergeladene sogenannte Schadsoftware infiltriert werden könnten.

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