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Smartphone-Abgabe : Deutsche Verwerter drohen Handyherstellern

  • Aktualisiert am

Auch Apple soll zahlen an die deutschen Verwerter. Bild: AFP

Deutsche Verwerter wollen von den großen Handyherstellern eine Smartphone-Abgabe: 36 Euro pro Mobiltelefon mit Touchscreen. Zahlen Apple, Google & Co. nicht, drohen sie mit Klagen.

          1 Min.

          Neuer Streit um Urheberrechts-Forderungen an die Elektronik-Industrie: Die deutsche Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) droht allen namhaften Handyherstellern mit Klagen. Das berichtet „Spiegel Online“. Es gehe um eine Urheberrechtsabgabe für
          Smartphones, mit der die ZPÜ Mitglieder deutscher Verwertungsgesellschaften, etwa die Gema oder die VG Wort, für „private Kopien“ von Inhalten auf Handys entschädigen möchte.

          Die ZPÜ habe hierfür einseitig einen Tarif für die Zeit ab dem 1.
          Januar 2011 festgelegt: 36 Euro pro Mobiltelefon mit Touchscreen und einer Speicherkapazität von mindestens 8 Gigabyte, 16 Euro
          für Mobiltelefone mit Touchscreen und einer Speicherkapazität von weniger als 8 Gigabyte und 12 Euro für Mobiltelefone ohne
          berührungsempfindlichen Bildschirm.


          Bislang haben sich dem Bericht zufolge die Hersteller nicht auf Verhandlungen über diesen Tarif eingelassen. Nun droht die ZPÜ in
          einem Schreiben, das direkt an die Konzernchefs bedeutender Technologiefirmen wie Apple, Google, Samsung, Nokia und HTC geschickt worden sei, mit einer Klagewelle. Der Branchenverband Bitkom kritisierte die Forderung der ZPÜ vehement.

          Die ZPÜ liegt bereits jetzt mit den großen Herstellern von Mobiltelefonen im Rechtsstreit. Darin geht es um einen älteren Tarif, den die ZPÜ vor dem Jahr 2011 für Handys festgesetzt hatte. Er beläuft sich auf gut fünf Euro pro Gerät.

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