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„Fantasy Sports“ : Insiderhandel gibt’s auch bei Zockern

  • Aktualisiert am

Das Unternehmen Draft Kings muss sich den Fragen der Staatsanwaltschaft stellen. Bild: AP

„Fantasy Sports“ sind eine Mischung aus Sportwetten und Strategiespiel. Das Geschäft blüht. Doch jetzt ist der Staatsanwalt einigen Fantasy-Sportlern auf den Fersen.

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          Die sportwettenähnlichen „Fantasy Sports“ sind in den Vereinigten Staaten eine immer beliebtere Beschäftigung. In einer Mischung aus Strategie- und Glücksspiel stellen sich die Spieler virtuell Teams mit echten Spielern aus Sportarten wie Football oder Baseball zusammen. Sie sammeln Punkte, die nach der Leistung der Spieler in den echten Spielen vergeben werden.

          Fast 57 Millionen Spieler gibt es nach Angaben des Branchenverbandes derzeit in Amerika, das Spielen ist längst zu einem Milliardengeschäft geworden. Doch jetzt geraten die beiden Marktführer, Draft Kings und Fan Duel, ins Visier der Staatsanwaltschaft: Es geht um möglichen Insiderhandel.

          Im Raum steht der Vorwurf, Mitarbeiter der beiden Firmen hätten interne Informationen genutzt, um Wetten beim jeweiligen Konkurrenten zu plazieren und damit viel Geld zu verdienen. In einem gemeinsamen Statement vom Montag dementierten die Unternehmen, dass interne Informationen missbraucht worden seien. Ab sofort sei ihren Mitarbeitern aber die Teilnahme an sämtlichen Fantasy Sports verboten. Am Dienstag dann leitete die New Yorker Staatsanwaltschaft offiziell eine Untersuchung ein.

          Draft-Kings-Mitarbeiter gewinnt 350.000 Dollar bei der Konkurrenz

          Die Behauptungen waren ans Licht gekommen, nachdem in der vergangenen Woche ein Draft-Kings-Mitarbeiter zugegeben hatte, irrtümlicherweise nicht zur Veröffentlichung bestimmte Informationen freigegeben zu haben. Das berichtet die „New York Times“. In derselben Woche habe der Mitarbeiter 350.000 Dollar bei der Konkurrenzseite Fan Duel gewonnen. „Das gleicht definitiv dem Insiderhandel“, sagte der auf Sportwetten und Glücksspiele spezialisierte Anwalt Daniel Wallach der Zeitung.

          Fantasy Sports sind im Gegensatz zu Glücksspielen wie Online-Poker in den Vereinigten Staaten weitgehend legal. In einem Gesetz aus dem Jahr 2006 wurden Fantasy Sports ausdrücklich von einem Verbot für andere Online-Glücksspiele ausgenommen. Die Begründung dafür war, dass Fantasy Sports kein reines Glücksspiel seien, sondern von seinen Spielern „Fertigkeiten“ erforderten. In der amerikanischen Politik ist diese Ausnahme jedoch zunehmend umstritten. Mehrere amerikanische Profiligen, darunter NBA, NFL und MSL, unterhalten Sponsorenverträge mit Fan Duel und Draft Kings.

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