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Carsten Knop

Sicherheit im Internet : Schlechte Software

  • -Aktualisiert am

Die Vorwürfe de Maizières gegen amerikanische Softwarehersteller sind absolut berechtigt: Der Update-Wahnsinn und die Schwachstellen in Standardsoftware sind unerträglich.

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          Man hatte nicht mehr damit gerechnet, dass ein maßgeblicher deutscher Politiker in dieser Hinsicht sagt, wie es ist. Deshalb ist es gut, dass Bundesinnenminister Thomas de Maizière und mit ihm das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Vorwürfe gegen die großen, meist amerikanischen Softwarehersteller erhoben haben. Denn die Zahl der Schwachstellen, die Cyberkriminellen Tür und Tor öffnen, ist in den Standardprodukten der Hersteller von Apple bis Microsoft viel zu groß. Bei neueren Programmen erlebt der Nutzer einen Update-Wahnsinn, der zeigt, wie löchrig die Ursprungsprodukte waren oder sind. Bei älteren Programmen ist es noch schlimmer. Für sie gibt es irgendwann gar keine Aktualisierungen mehr.

          So wird jeder Kunde gezwungen, ein neues Gerät zu kaufen, obwohl das alte gar nicht kaputt ist. Es ist überfällig, Nutzern das Recht zu geben, dafür Schadenersatz geltend zu machen. Denn alte Hardware könnte man ob ihrer Leistungsfähigkeit heutzutage viel länger sinnvoll nutzen als noch vor Jahren. Und wenn die Wirtschaft nun vollständig digital werden soll, braucht man dafür ein völlig neu zu programmierendes, von Grund auf sicheres Betriebssystem.

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