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Schadprogramm im DNS : Internetpolizei ruft zur PC-Prüfung auf

Das Schadstoffprogramm kommt über das Domain Name System in den Computer Bild: dapd

Eine neue Schadstoffsoftware aus dem Internet kann weitreichende Schäden auf Computern verursachen. Von März an könnten sie wichtige Teile ihrer Funktionalität verlieren. In Deutschland infizieren sich täglich 30.000 Rechner.

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          Im Internet wird eine neue Schadstoffsoftware verbreitet, die zu weitreichenden Schäden auf den Computern der Nutzer führen kann. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Mittwoch mitteilte, habe es daher zusammen mit der Deutschen Telekom und dem Bundeskriminalamt eine Internetseite eingerichtet, über die Nutzer ihre Geräte prüfen und gegebenenfalls Fehler beheben lassen können.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Andernfalls könnte es nach Angaben der auch als Internetpolizei bezeichneten BSI bei befallenen Computern dazu kommen, dass diese von März an wichtige Teile ihrer Funktionalität verlieren. Denn das Schadstoffprogramm steckt im Domain Name System (DNS), das faktisch das Telefonbuch des Internets ist.

          Dieses DNS haben Hacker seit Jahren im Visier. So hatten Internetkriminelle im vergangenen Jahr ein schädliches Programm mit dem Namen „DNS-Changer“ auf Großrechnern installiert, über die der Datenverkehr im Internet gesteuert wird.

          Auf Personalcomputern, die mit diesen befallenen Netzwerkrechnern verbunden sind, lassen sich dann kleinere Schadprogramme installieren, mit denen Suchergebnisse der PC-Nutzer im Internet manipuliert, Datenverkehr umgeleitet und sensible Informationen wie Kunden- und Kreditkartennummern abgegriffen werden können.

          Auf der Welt sollen schon 4 Millionen Computer befallen sein. In Deutschland infizieren sich jeden Tag nach Angaben des BSI rund 30.000 Rechner. Die amerikanische Bundespolizei konnte in Zusammenarbeit mit den europäischen Behörden im November die Bande der Internetkriminellen dingfest machen.

          Daraufhin wurde ein Großteil der mit der Schadsoftware „DNS-Changer“ befallenen Rechner ausgetauscht. Allerdings kann nicht garantiert werden, dass damit alle Schadstoffe beseitigt sind.

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