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PWC-Studie : Köln ist digital ganz vorne

  • Aktualisiert am

Blick auf den Kölner Dom: Köln ist Digitalhauptstadt Bild: dpa

In keiner Großstadt können die Bürger Amtsgeschäfte online so gut erledigen wie in Köln. Die Domstadt liegt damit noch vor Hamburg und München.

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          Die Stadt Köln ist die deutsche Digitalhauptstadt. In keiner anderen Großstadt können die Bürger Amtsgeschäfte online so gut erledigen wie in Köln. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hamburg und München – die Stadt Frankfurt am Main hat es dagegen nicht unter die besten zehn geschafft. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC), die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) exklusiv vorliegt. Die PWC-Experten haben dafür untersucht, was die 25 größten deutschen Städte ihren Bürgern im Netz zu bieten haben: Gibt es die Möglichkeit, online einen Termin mit dem Amt zu vereinbaren? Hat die Stadt eine eigene App fürs Handy? Gibt es einen Kita-Navigator, mit dem Eltern Kita-Plätze für ihre Kinder vormerken können? Insgesamt 20 solcher Indikatoren haben sich die PWC-Fachleute angeschaut.

          Köln überzeugte die Prüfer besonders in einer Disziplin, die sie als „digitale Willkommenskultur“ bezeichnen. Dahinter verbirgt sich ein einfacher Test: Die Prüfer erkundigten sich bei jeder Stadt per E-Mail, was im Falle eines Zuzugs in den jeweiligen Ort zu beachten sei (natürlich ohne ihr eigentliche Absicht offenzulegen). In Köln gefiel ihnen nicht nur die detaillierte Antwort, sondern auch die schnelle Reaktion: Die Stadt meldete sich bereits 14 Minuten später per E-Mail zurück. Rund die Hälfte der untersuchten Städte antworteten dagegen aus Sicht der Prüfer nur unzureichend, manche verschickten nicht mehr als eine Eingangsbestätigung.

          Hamburg und München schneiden auch deswegen gut ab, weil Hamburg Bürgerbeschwerden über eine ausgefeilte Internetseite mit dem einprägsamen Namen „Melde-Michel“ entgegennimmt  und weil München vor allem beim Thema „E-Partizipation“ (der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung übers Internet) überzeugt. Frankfurt dagegen kann zwar laut PWC bei den Testfragen zum Wohnungswechsel punkten, auch das Bürgerbeteiligungsportal „Frankfurt fragt mich“ fällt den Prüfern positiv auf. Zu Punktabzügen aber kommt es, weil die Stadt kein zentrales Online- Beschwerdemanagement anbietet, über das die Bürger ihre Beschwerden der Stadt online melden können.  Auch die Informationen zu Kita-Plätzen sind in Frankfurt nach Ansicht der Tester nicht ausreichend, es gebe dort keine echte Betreuungsplatzbörse im Netz.

          Trotz einzelner Mängel sieht PWC-Partner Felix Hasse Deutschlands Großstädte aber auf einem guten Weg: „Die Basis ist gelegt. Allerdings müssen die Städte noch stärker daran arbeiten, die Anliegen der Bürger in den Mittelpunkt ihrer Digitalisierungsstrategie zu stellen.“  Einfachen Service wie die Möglichkeit, Termine mit dem Amt online zu vereinbaren, haben alle untersuchten Städte im Angebot. Auch ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr lässt sich bei allen bequem übers Handy kaufen. Sobald es aber etwas anspruchsvoller wird, tun sich Mängel auf: So verfügten beispielsweise nur zwölf der Städte über einen Kita-Navigator im Netz. Ein Gewerbe lässt sich online sogar nur in einer einzigen deutschen Großstadt anmelden – in Bremen.

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