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„PonoPlayer“ von Neil Young : Nutzer sammeln 6,2 Millionen Dollar

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Musik in bester Qualität: Neil Young will einen Player dafür entwickeln Bild: AP

Über seinen „PonoPlayer“ will der Musiker Neil Young Lieder in höchster Qualität abspielen lassen. Tausende Internetnutzer unterstützen ihn bei der Entwicklung. Der Kanadier hat bislang über sechs Millionen Dollar an Spenden gesammelt.

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          Die Idee des kanadischen Musikers Neil Young, ein Abspielgerät für Musik in besonders hoher Qualität zu bauen, ist unter Musikfans auf ein breites Interesse gestoßen. Auf der Finanzierungsplattform Kickstarter kamen für den, von Young „PonoPlayer“ genannten, Player bislang gut 6,2 Millionen Dollar von über 18.000 Geldgebern zusammen. Den angestrebten Betrag von 800.000 US-Dollar hatte das Projekt schon am ersten Tag eingesammelt.

          Damit zeigt sich, dass es zumindest einen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität und für die entsprechenden Abspielgeräte gibt. Die meiste Aufmerksamkeit bekommen derzeit die schnell wachsenden Streaming-Dienste, die Musik aus dem Netz für einen monatlichen Abo-Betrag direkt aus dem Netz abspielen und dafür beim Sound eine starke Kompression anwenden.

          Kapazität für 800 bis 5000 Lieder

          Youngs „PonoPlayer“ soll ein Gegenentwurf dazu sein, auch wenn es im Netz bereits diverse Download-Plattformen für Musik in hoher Auflösung gibt. Amerikanische Medien spekulierten bereits, dass auch Apple auf einer iTunes-Plattform einen solchen Dienst anbieten könnte, um sich von den Streaming-Diensten abzuheben.

          Die „PhonoPlayer“ der ersten Serie sollen schon im Oktober für 399 Dollar auf den Markt kommen. Die Entwickler setzen dabei nicht auf Varianten des digitalen Formats MPEG, also MP3 oder AAC, sondern auf das FLAC-Format mit extrem hoher Auflösung. Das bedeutet bessere Qualität, aber auch grundsätzlich größere Dateien. In den „PonoPlayer“ mit einer Speicherkapazität von bis zu 128 Gigabyte werden daher je nach Auflösung zwischen 5000 Songs (CD-Qualität) und 800 Songs (ultra-hohe Auflösung) passen.

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