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Hype : Jeder fünfte Deutsche hat schon Pokémon Go gespielt

  • Aktualisiert am

Pokémon Go ist auch in Deutschland ein Hype. Bild: dpa

16 Millionen Deutsche sind schon einmal auf Monsterjagd gegangen, hat der Computerverband Bitkom herausgefunden. Ob das beliebte Smartphone-Spiel gefährlich ist, darüber gehen die Meinungen auseinander.

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          Um das Smartphone-Spiel Pokémon Go ist ein regelrechter Hype entstanden. Das Spiel begeistert Millionen Menschen auf der ganzen Welt - mit allerlei skurrilen und komischen Episoden.

          Wie sehr Pokémon Go sich auswirkt, zeigt nun eine erstaunliche Zahl, die der deutsche Computer-Branchenverband Bitkom als Teil einer repräsentativen Umfrage erhoben hat: Demnach ist jeder fünfte Deutsche schon einmal mit seinem Handy auf Monsterjagd gegangen. Das sind immerhin ungefähr 16 Millionen Bundesbürger. Außerdem gaben etwas mehr als 80 Prozent der Deutschen an, schon einmal von dem Spiel gehört zu haben, auch wenn sie es noch nicht selbst spielten.

          Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass Pokémon Go ein Gefahr darstellt, weil es die Spieler zu sehr von ihrer Umwelt ablenke. Bilderstrecke

          „Pokémon Go ist  ein sehr gutes Beispiel für die Dynamik der Gaming-Branche. Diese ist führend darin, entweder neue Technologien zu entwickeln oder bestehende Technologien so innovativ zu kombinieren, dass Markt und Gamer stets überrascht werden“, kommentiert Bitkom-Fachmann Timm Lutter die Umfrage-Ergebnisse.

          Werden die Deutschen gefragt, was sie von dem Spiel halten, sind sie hingegen sehr verschiedener Meinung. Die Hälfte derjenigen, die schon einmal von Pokémon Go gehört haben, finden das Spiel gut - auch weil es die Computerspieler dazu motiviere, aus dem Haus und an die frische Luft zu gehen. Immerhin glaubt ebenfalls jeder fünfte Befragte, dass die Monsterjäger dadurch animiert würden, neue Menschen kennenzulernen.

          Zugleich sind allerdings auch mehr als zwei Drittel der Befragten der Ansicht, dass Pokémon Go ein Gefahr darstellt, weil es die Spieler zu sehr von ihrer Umwelt ablenke, etwa im Straßenverkehr. Tatsächlich ist auch schon ein Autounfall mit keinen schädlichen Folgen für die Fahrer bekannt geworden mittlerweile. Etwas weniger als die Hälfte der befragten Deutschen findet außerdem ärgerlich, wenn Menschen unterwegs wegen des Spiels vermehrt auf ihr Smartphone schauen.

          Wenig überraschend ist hingegen, dass nur die wenigsten Pokémon-Go-Spieler selbst das Spiel für gefährlich halten: Jeder Fünfte gibt zu, dass das Spiel ablenkt, genauso viele teilen die Auffassung, dass das Spiel allgemein zu einer vermehrten Konzentration auf das Smartphone führt. Und die Hälfte der Spieler stimmt schließlich der Aussage zu, dass das Spiel seine Nutzer zusammenbringe und sie dazu anrege, ihre Umgebung besser kennenzulernen. Und die große Mehrheit von 86 Prozent der Spieler hebt den positiven „Outdoor“-Effekt der App hervor.

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