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Smartphone-Spiel : Ist der größte Pokémon-Hype schon wieder vorbei?

  • Aktualisiert am

Pokémon-Fieber im Bryant Park in New York. Bild: Reuters

In Japan ist „Pokémon Go“ schon nicht mehr die beliebteste kostenlose App. Und der Ärger über das neueste Update ist weiterhin groß. Wird daraus nun ein ganz normales Spiel?

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          Der nächste skurrile Vorfall rund um das beliebte Smartphone-Spiel Pokémon Go: Auf der Jagd nach virtuellen Monstern hat ein junger Autofahrer in Schwäbisch Gmünd offenbar alles um sich herum vergessen und schließlich für einen Polizeieinsatz gesorgt.

          Eine Frau hatte am Dienstagabend beobachtet, wie der Fahrer plötzlich anhielt, fluchtartig seinen Wagen verließ und „wie wild“ über eine Wiese in einen Wald rannte, teilten die Ermittler an diesem Mittwoch mit. Das Auto ließ er unverschlossen stehen und kehrte rund zwei Stunden lang nicht zurück. Die Polizei kontaktierte die Fahrzeughalterin, die Mutter des jungen Mannes. Die erzählte den Beamten schließlich, dass ihr Sohn „völlig in Ordnung“ und nur einem Pokémon hinterhergerannt sei.

          „Dann war alles weg“

          Solche Beispiele gibt es viele, sie zeigen den Hype um das Spiel rund um den Globus. Es gibt allerdings auch manches Anzeichen dafür, dass das große Pokémon-Fieber vielleicht schon seine heißesten Temperaturen hinter sich hat.

          In Japan zum Beispiel hat das Interesse nach einem Bericht des Nachrichtendienstes Nikkei schon eine Woche nach dem Start wieder etwas nachgelassen: In der japanischen „Filiale“ von Apples App-Store ist Pokémon Go demnach mittlerweile auf den zweiten Platz der beliebteste kostenlosen Apps abgerutscht. Auf der Liste der umsatzstärksten Videospiele liege es nunmehr sogar „nur“ noch auf dem vierten Platz - hinter „Monster Strike“, „Puzzle & Dragons“ und “Fate/Grand Order“.

          In den vergangenen Tagen gab es außerdem viel Verärgerung über das neueste Update des Spieles. Vor allem die gelöschte Fußspuren-Funktionen macht viele Spieler wütend, wie aus entsprechenden Kommentaren in Foren ersichtlich ist. Sogar ganze Accounts gingen verloren. „Ich musste am Sonntagabend arbeiten und wollte mich ein bisschen ablenken - und dann war alles weg. Dann war da nur noch Bisasam“, sagt eine verärgerte Nutzerin gegenüber FAZ.NET. Sie spielt das Spiel nun nicht mehr.

          Die Spiel-Entwickler haben mittlerweile vor allem auf die Kritik an den gestrichenen Fußspuren reagiert. Die Funktion sei „verwirrend“ gewesen - sie funktionierte tatsächlich nicht fehlerfrei. Deswegen habe man entschieden, sie abzuschaffen. Die Nutzer sehen das allerdings offensichtlich anders.

          Übrigens geht es dabei mittlerweile mitunter um echtes Geld: Wer nicht bei Null anfangen will und mal eben 150 Euro übrig hat, bekommt auf der Plattform Ebay zum Beispiel einen Account auf Level 33 - 129 gefangene Monster inklusive. Auf dem österreichischen Online-Portal willhaben lassen sich sogar Angebote für 300 Euro finden, berichtete gerade der Internetdienst Future-Zone.

          Erlaubt ist der muntere Account-Handel freilich nicht. „Konto verkaufen, weiterverkaufen, vermieten oder leasen“ ist gemäß den „Pokémon Go“-AGBs verboten. Ob Verstöße aber tatsächlich verfolgt oder Accounts deaktiviert werden, ist nicht bekannt.

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