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NSA-Affäre : Facebook-Chef attackiert Amerikas Geheimdienste

  • Aktualisiert am

Will mehr verraten dürfen: Mark Zuckerberg Bild: AFP

„Die Regierung hat es vergeigt“, sagt Mark Zuckerberg und fordert: Die Regierung soll endlich besser die Ausspähaktivitäten der Geheimdienste aufklären. Kritik kommt auch von anderen Größen der Branche.

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          Amerikas große Internetunternehmen machen immer aktiver Front gegen die Ausspähaktivitäten der amerikanischen Geheimdienste. Und insbesondere gegen die Datenweitergabe, zu der die Dienste die Unternehmen zwingen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Internetspionage durch den amerikanischen Geheimdienst NSA nun scharf kritisiert: „Ich denke, die Regierung hat es vergeigt.“ Als Regierungsvertreter erklärt hätten, man spioniere keine Amerikaner aus, sei das für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Facebook nicht gerade hilfreich gewesen. „Das war echt übel.“

          Und weiter sagte er: „Es ist mein Job und der von Facebook, alle zu schützen, die Facebook nutzen.“ Er, Zuckerberg, wünsche sich, dass die Regierung von sich aus mehr dazu beiträgt, die Sache aufzuklären.

          „Wenn du dich nicht fügst, ist es Landesverrat“

          Facebook und andere Konzerne wie zum Beispiel Yahoo, Microsoft und Google fordern in der Öffentlichkeit und mit Klagen vor einem Geheimgericht, dass sie der Allgemeinheit endlich verraten dürfen, was sie den Geheimdiensten verraten müssen. Dies übrigens nicht aus purer Menschenfreundlichkeit, sondern natürlich auch aus kommerziellen Interessen: Die Firmen fürchten schlicht, dass das Vertrauen und der Zuspruch der Nutzer zurückgehen und damit letztlich geschäftliche Einbußen drohen.

          „Wenn du dich nicht fügst, ist es Landesverrat“, hatte Yahoo-Chefin Marissa Mayer zuvor auf der gleichen Konferenz gesagt, die von der Technologie-Website TechCrunch veranstaltet wurde. „Wir halten bei Anfragen dagegen“, versicherte sie. Mayer zeigte sich bei dem Thema aber insgesamt zurückhaltender als Zuckerberg. Bislang hatten sich vor allem die Chefjustiziare der Internetfirmen zur Internetspionage geäußert.

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