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Neues Formular im Internet : So können Google-Nutzer Suchergebnisse löschen lassen

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Ein „Recht auf Vergessenwerden“ haben die Nutzer der Internet-Suchmaschine von Google neuerdings - allerdings nur in Europa Bild: dpa

Internet-Nutzer in Europa haben das Recht, dass Google persönliche Informationen aus Suchergebnissen entfernt - das hat der Europäische Gerichtshof kürzlich entschieden. Nun hat der Konzern reagiert: Neuerdings kann jeder im Netz einen Antrag stellen. 

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          Mehr als zwei Wochen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Löschmöglichkeiten in Ergebnislisten von Suchmaschinen hat Google mit der technischen Umsetzung begonnen. Am späten Donnerstag stellte der Suchmaschinen-Gigant ein Formular ins Internet, mit dem Europäer die Löschung unliebsamer Daten beantragen können. Das Urteil zwinge Google, schwierige Entscheidungen zu treffen zwischen dem „Recht des Einzelnen auf Vergessenwerden“ und dem Informationsrecht der Öffentlichkeit, erklärte ein Sprecher des amerikanischen Konzerns.

          Das Internet-Formular sei „eine erste Maßnahme“, heißt es auf der Google-Seite. „In den nächsten Monaten werden wir eng mit Datenschutzbehörden und anderen Stellen zusammenarbeiten und unsere Mechanismen verbessern.“ Wer eine Löschung beantragen will, muss seinen Namen und seine Email-Adresse angeben - und außerdem eine Kopie des Führerscheins oder des Personalausweises beifügen. Mit einer entsprechenden Vollmacht kann man auch die Löschung von Suchergebnissen mit den Namen anderer Personen beantragen.

          Öffentliches Interesse an Informationen?

          Google will nach eigenen Angaben prüfen, „ob die Ergebnisse veraltete Informationen über Sie enthalten“. Zudem wolle der Konzern in untersuchen, „ob ein öffentliches Interesse an den Informationen besteht“. Dies sei zum Beispiel der Fall, wenn es um “finanzielle Betrugsfälle, Berufsvergehen oder Amtsmissbrauch, strafrechtliche Verurteilungen oder das öffentliche Verhalten von Regierungsbeamten“ gehe. 

          Ein Beraterausschuss soll dem Konzern künftig helfen, zwischen beiden Interessen die Waage zu halten. Ihm gehören der frühere Konzernchef Eric Schmidt, Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, Experten der Universitäten von Oxford und Leuven (Belgien), Spaniens ehemaliger oberster Datenschützer José Luis Pinar sowie der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, Frank La Rue, an.

          Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Internet-Suchmaschinen wie Google bei einer Suche nach einem Namen in bestimmten Fällen nicht alle Treffer anzeigen dürfen. EU-Bürger können von Suchmaschinenbetreibern verlangen, dass sie Links nicht mehr anzeigen, wenn die Inhalte ihre Persönlichkeitsrechte verletzen. Lehnen die Suchmaschinenbetreiber dies ab, können Betroffene die zuständigen Datenschutzbeauftragten einschalten oder klagen.

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