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Nach der Preissenkung : Apple verkauft millionstes iPhone

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Die Millionenmarke ist erreicht - viele Analysten sind trotzdem enttäuscht Bild: AP

Apple hat erstmals eine Verkaufszahl für das iPhone publiziert: Bis jetzt hat der amerikanische Hersteller eine Million Geräte abgesetzt. Damit sind erste euphorische Analystenerwartungen klar enttäuscht worden. Vor wenigen Tagen erst hatte Apple den Preis für das iPhone um ein Drittel gesenkt.

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          Der amerikanische Computerhersteller Apple hat eine Million iPhones abgesetzt. Das Unternehmen teilte am Montag das Erreichen dieser Marke mit und publizierte damit auch erstmals überhaupt eine Verkaufszahl.

          Vor 74 Tagen hatte der Konzern das Mobiltelefon, das sich über einen Touchscreen bedienen lässt, mit viel Rummel vorgestellt. Analysten hatten in der ersten Euphorie den Verkauf des millionsten Gerätes schon nach wenigen Tagen prognostiziert.

          Preis gesenkt

          Zur Einführung im Juni hatte Apple angekündigt, im kommenden Jahr zehn Millionen Geräte absetzen zu wollen. Vor wenigen Tagen erst senkte der Hersteller dann den Preis des Spitzenmodells mit 8 Gigabyte Speicherplatz von 600 auf 400 Dollar.

          Die weniger populäre Variante mit 4 Gigabyte zum Preis von 500 Dollar soll aus dem Programm verschwinden. Bei seinem neuen Musikplayer- „iPod-Touch“ setzt Apple ebenfalls auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm.

          Stärke überschätzt

          Fachleute glauben, dass Apple-Chef Steve Jobs sich weit mehr von dem iPhone versprochen hatte: Tina Teng von iSuppli sagt, Jobs sei teuer gestartet. Zum alten Preis habe jedes iPhone eine Gewinnmarge von 50 Prozent gehabt.

          Auch Tengs Kollege Dan Bieler vom Marktforscher IDC glaubt, Jobs habe seine Stärke überschätzt: „Er hat es nicht geschafft, wie beim iPod einen komplett neuen Markt zu definieren.“ Und auf dem alten Handymarkt verfielen die Preise nun mal schnell.

          Jobs hat seine Fans offenbar noch ein weiteres Mal für loyaler gehalten, als sie sind: bei der Preissenkung. Jedenfalls scheint er nicht mit so einem Sturm der Entrüstung gerechnet zu haben, wie er in der vergangenen Woche losbrach. Viele Käufer der ersten Tage fühlten sich verschaukelt. Im Internet rechnete einer vor, dass ihn seine iPhone-Leidenschaft drei Dollar am Tag gekostet hatte. Noch am Mittwoch nach der Bekanntgabe der Preissenkung antwortete Jobs auf solche Beschwerden: „Das ist eben Technologie.“ Doch schon am Freitag versprach er den ersten Käufern wenigstens 100-Euro-Gutscheine. Für weitere Apple-Waren (siehe dazu auch:100-Dollar-Gutscheine für enttäuschte Apple-Kunden).

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