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Carsten Knop

Kommentar : An die Zukunft anschließen, bitte

  • -Aktualisiert am

Wird es in dieser Phase der deutschen Vollbeschäftigung genug Techniker geben, um Nutzer an neue Netze anzuschließen? Wer gerade mit den Anbietern zu tun hat, kann Zweifel bekommen.

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          Dass die deutschen Industrieunternehmen auf hohem Niveau klagen, ist angesichts sprudelnder Gewinne und Rekordbeschäftigung keine Frage. Wertvoller wird mit den Gipfelstürmen aber nun mal auch das, was es zu verteidigen gilt – zumal es für den weiteren Aufstieg noch mehr Kondition und besserer Verbindungen bedarf.

          Wenn die Unternehmen in einer DIHK-Umfrage nun bemängeln, dass es Deutschland an modernen Breitbandnetzen fehle, ist die gute Nachricht daran, dass sie endlich erkannt haben, wie wichtig solche Netze für ihre Zukunft sind. Die schlechte Nachricht ist, dass Deutschland beim Ausbau dieser Netze tatsächlich viel zu langsam ist – obwohl seit Jahren darüber geredet wird.

          Doch selbst wenn die Politik es gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen schaffte, hier nach der Wahl die Bremsen zu lösen, und mehr Glasfaserleitungen in die Erde kämen, bleibt Skepsis angebracht: Wird es in dieser Phase der Vollbeschäftigung genug Techniker geben, um die Nutzer an die Netze auch anzuschließen? Wer derzeit mit den entsprechenden Anbietern zu tun hat und in einem Neubau an die Zukunft angeschlossen werden möchte, könnte beginnen, daran zu zweifeln.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

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