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Aktion für Afrika : Gates spendet 100.000 Hühner

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Diese Spendenaktion von Bill Gates schlägt mal wieder Wellen im Netz: Der Microsoft-Gründer gibt 100.000 Hühner an afrikanische Familien. Aber nur, wenn die Netzgemeinde sich ordentlich darüber informiert, warum er das für sinnvoll hält.

          Der Microsoft-Gründer Bill Gates macht mal wieder mit einer ungewöhnlichen Spendenaktion im Netz auf sich aufmerksam: Die Bill & Melinda Gates Stiftung plant, 100.000 Hühner an Familien in armen Ländern Afrikas zu spenden. Die Hühner sollen vor allem in Länder südlich der Sahara gehen, etwa nach Burkina Faso. Für die Spenden kooperiert Gates mit der Hilfsorganisation Heifer International.

          Gates macht in einem Blogpost unter dem Titel „Warum ich Hühner züchten würde“ auf die Aktion aufmerksam. In dem Post animiert er die Netzgemeinde auf ungewöhnliche Art dazu, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob und warum die Spende von Hühnern armen afrikanischen Familien tatsächlich helfen kann. Internetnutzer müssen ein einschlägiges Video ansehen, einen Artikel lesen und eine Quizfrage beantworten - erst dann spendet Gates im Namen des Nutzers eine Herde Hühner an eine bedürftige Familie.

          Die Nachricht von der interaktiven Spendenaktion verbreitet sich derzeit vor allem über die sozialen Netzwerke. Auf Twitter wurden die beiden entsprechenden Posts von Gates schon zusammengerechnet mehr als 1500 Mal geteilt und 3000 Mal favorisiert.

          „Unsere Stiftung setzt auf Hühner“, schreibt Gates in dem Blogeintrag. „Mit Partnern in Afrika südlich der Sahara arbeiten wir daran, tragfähige Märkte für Geflügel zu entwickeln.“ Wichtig sei es dabei vor allem, dass Bauern Hühner bekommen könnten, die vernünftig gegen Krankheiten geimpft und an die lokalen Bedingungen angepasst seien. „Unser Ziel: Am Ende 30 Prozent der Familien in Afrika südlich der Sahara zu helfen, Hühner zu züchten.“ Derzeit liege die Zahl bei 5 Prozent.

          Die Geflügelzucht sei einfach und billig, so Gates' Argument. Hühner seien in Afrika ein gutes Investment, da sie gewinnbringend zu verkaufen seien. Gleichzeitig leiste die Hühnerzucht einen Beitrag zur Ernährung von Kindern und gebe den Frauen mehr Einfluss.

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