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Messen : Cebit-Krise: Reformen sind geplant

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Cebit kränkelt: Große Unternehmen haben in diesem Jahr abgesagt. Das Minus bei der Ausstellungsfläche fällt deutlich aus. 2008 wollen die Veranstalter reagieren und die Messe gründlich umstrukturieren. Sie soll dann auch um einen Tag verkürzt werden.

          Die Computermesse Cebit 2007 verzeichnet wegen der Absage großer Unternehmen ein deutliches Minus bei der Ausstellungsfläche. Die Deutsche Messe AG rechnet mit rund 10 Prozent weniger Ausstellungsfläche als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte.

          Die Zahl der Aussteller werde leicht auf rund 6000 sinken. Große Konzerne wie Nokia und Motorola kommen in diesem Jahr nicht zur Cebit, die vom 15. bis 21. März stattfindet.

          Neue Laufzeit, neues Preissystem

          2008 soll die Cebit grundlegend reformiert werden. Die Effektivität der Messebeteiligung für die Aussteller soll sich deutlich erhöhen. Die Laufzeit der Cebit wird um einen Tag auf sechs Tage verkürzt. Außerdem solle das Preissystem für die Aussteller geändert werden, sagte Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue am Dienstag. Die Cebit werde sich zudem noch stärker als bisher um ausländische Aussteller bemühen und sich klar auf Geschäftskunden ausrichten.

          Im vorigen Jahr hatte die Cebit mit 450.000 Messegästen rund zehn Prozent weniger Besucher angelockt als erwartet. Hauptkritikpunkte von Ausstellern waren in der Vergangenheit hohe Kosten, ein unklares Konzept und keine eindeutige Ausrichtung der Cebit als Ausstellung für Geschäftskunden und weniger für Verbraucher. Die Deutsche Messe AG rechnet unter anderem in Folge der Einbußen bei der Cebit in der Jahresbilanz 2006 mit einem Verlust von rund zehn Millionen Euro.

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