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Megaupload : Auslieferung von Kim Dotcom zieht sich hin

  • Aktualisiert am

Kim Schmitz besaß angeblich einen Fuhrpark im Wert von 5 Millionen Euro, bestehend aus 15 Mercedes-Benz, einem Lamborghini, einem Maserati Gran Cabrio und einem pinkfarbenen Cadillac Bild: Reuters

Schon mehrmals hat juristisches Gerangel die Auslieferung des Megaupload-Gründers Kim Schmitz von Neuseeland nach Amerika verzögert. Jetzt ist der für August geplante Termin abermals geplatzt. In den Vereinigten Staaten drohen dem Deutschen bis zu 20 Jahre Haft.

          Der für August geplante Gerichtstermin zur Auslieferung des deutschen Internetunternehmers Kim Schmitz an die Vereinigten Staaten ist abermals geplatzt. Das zuständige Gericht bei Auckland in Neuseeland setzte einen neuen Termin im November und einen Reservetermin im kommenden April an, wie lokale Medien unter Berufung auf einen Gerichtssprecher berichteten.

          Juristisches Gerangel hatte das Auslieferungsverfahren schon mehrfach verzögert. Schmitz, der sich selbst Dotcom nennt, twitterte einen Link zu dem entsprechenden Radiobericht kommentarlos.

          Dem 39-Jährigen werden in den Vereinigten Staaten massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Die Ankläger wollen ihm den Prozess machen, weil über seine inzwischen geschlossene Datenplattform Megaupload Musik und Filme ohne Copyright-Zahlungen heruntergeladen wurden. Sie schätzen den Schaden auf eine halbe Milliarde Dollar. Dotcom weist alle Schuld von sich.

          Erst kürzlich war dem Internetunternehmer ein Etappensieg gelungen. Schmitz bekommt von der neuseeländischen Polizei all seine konfiszierten Unterlagen und Daten zurück, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Vorwürfen der Amerikaner gegen ihn stehen. Zugleich müssen Schmitz Kopien des  für die Ermittlungen des FBI einzubehaltenden Materials zugänglich gemacht  werden.

          Er war im Januar 2012 auf Betreiben der Vereinigten Staaten  in seinem Anwesen in Neuseeland für mehrere Wochen festgenommen worden. Wie sich später herausstellte, war die Razzia nach neuseeländischem Recht teilweise illegal.

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