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Medien : Springer wehrt sich gegen das Kartellamt

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Der Axel Springer Verlag hat Beschwerde gegen das Verbot des Bundeskartellamtes eingelegt, mit dem der Kauf der Fernsehgruppe Pro Sieben Sat.1 verhindet wurde. Das sei aber keine Neuauflage der Übernahmepläne.

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          Obwohl der Axel Springer Verlag vor drei Wochen seinen Plan zur Übernahme von Pro Sieben Sat.1 aufgegeben hat, will sich der Konzern nun vor Gericht gegen das Nein des Bundeskartellamts wehren. Springer plant keine Neuauflage der Übernahmepläne für den Fernsehkonzern. „Das steht im Moment überhaupt nicht zur Debatte“, sagte Springer-Sprecherin Edda Fels am Donnerstag in Berlin.

          Das Unternehmen legte beim zuständigen Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen die Entscheidung der Kartellwächter ein, die Mitte Januar den geplanten Erwerb der Fernsehgruppe Pro Sieben Sat.1 untersagt hatten. Springer begründete den Schritt am Donnerstag damit, daß „Rechtssicherheit für künftige Akquisitionen“ hergestellt werden solle. „Sollten die vom Kartellamt angeführten drei Untersagungsgründe, deren Rechtmäßigkeit die Axel Springer AG bestreitet, Bestand haben, wäre Wachstum durch Zukäufe für den Konzern in Deutschland kaum noch möglich“, hieß es in der Erklärung weiter.

          Springer hatte Anfang Februar die milliardenschwere Übernahme nach monatelangem Ringen aufgegeben und damit auf eine Klage oder eine Sondererlaubnis des Bundeswirtschaftsministers verzichtet, um das Vorhaben doch noch durchzusetzen. Begründet worden war dies mit „unzumutbaren Risiken für alle Beteiligten“.

          Der amerikanische Milliardär Haim Saban hatte erst Mitte Februar überraschend bekannt gegeben, daß er nach dem gescheiterten Verkauf an Springer Pro Sieben Sat.1 nun doch behalten wolle.

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