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Medien : Haim Saban nimmt neue Verhandlungen mit Springer auf

  • Aktualisiert am

Saban (r.) such abermals das Gespräch mit Döpfner Bild: dpa/dpaweb

Nach F.A.S.-Informationen will der Haupteigentümer der Sendergruppe Pro Sieben Sat.1, Haim Saban, mit Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner neu über den Einstieg des Verlages in das Fernsehgeschäft verhandeln.

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          In der kommenden Woche wird Haim Saban, Haupteigentümer der Sendergruppe Pro Sieben Sat.1, nach Berlin kommen, um mit Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner neu zu verhandeln. Das erfuhr die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung aus konzernnahen Kreisen. Eine neue Verhandlungsrunde war notwendig geworden, weil das Bundeskartellamt Springer den Einstieg ins Fernsehgeschäft nur unter der Bedingung erlaubt, daß Pro Sieben zunächst verkauft und dann erst Sat.1 übernommen wird.

          Daß sich für diesen Fall eine Lösung ergibt, gilt im Umfeld des Konzerns als äußerst unwahrscheinlich. Springer hatte dem Kartellamt vorgeschlagen, die Senderkette nur für eine juristische Sekunde zu übernahmen, um nicht das ganze Geschäft neu aufrollen zu müssen. Auch das hatte das Kartellamt abgelehnt. Wie zu hören ist, will Vorstandschef Döpfner nichts unversucht lassen, dem Konzern den Weg in Fernsehgeschäft doch noch zu ebnen.

          Sollte ihm das nicht gelingen, geht der Springer-Konzern aus dem Machtkampf ohne finanziellen Schaden hervor. Das Kartellrisiko hat Döpfner durch eine Vertragsklausel mit Saban vermieden und ein Rücktrittsrecht ausgehandelt, heißt es. Auch eine sogenannte Break-up-fee fällt in dem Fall nicht an. Nur wenn sich das Geschäft länger hinzieht, muß Springer eine Verzinsung auf den noch nicht gezahlten Kaufpreis zahlen, berichtet die F.A.S..

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