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Erstaunliches Ergebnis : Nicht ohne mein iPhone

Bild: AP

Lässt uns die Trennung vom Handy dümmer werden? Eine Studie aus Amerika bringt ein faszinierendes Resultat. Ein bisschen gruselig ist es auch.

          1 Min.

          Was macht das Smartphone mit uns Menschen? Diese Frage beschäftigt Ökonomen, Philosophen und Naturwissenschaftler gleichermaßen. Eine beunruhigende Antwort kommt jetzt aus Amerika. In einer Studie der Universität von Missouri hat der Wissenschaftler Russell Clayton herausgefunden: „Eine Trennung vom iPhone kann die Leistungsfähigkeit bei gedanklichen Aufgaben negativ beeinflussen.“ Weniger wohlklingend heißt das: Wir werden dümmer.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Weil kaum ein Proband sich gerne einem Experiment mit diesem Resultat aussetzen würde, haben Clayton und seine Mitautoren einen besonders raffinierten Versuchsaufbau ersonnen. Den Teilnehmern wurde vorgegaukelt, man wolle die Zuverlässigkeit einer neuen funkgesteuerten Blutdruckmanschette testen.

          Dabei mussten sie Wortpuzzles lösen, während die Wissenschaftler Herzfrequenz und Blutdruck maßen. In einer ersten Phase des Experiments puzzelten die Teilnehmer, während sie ihr Smartphone bei sich hatten. In einer zweiten Phase mussten sie es abgeben, weil es angeblich die Funkmanschette störte. Das Handy wurde etwas entfernt im Raum abgelegt – und gleichzeitig ließen die Prüfer das jeweilige Gerät klingeln.

          Das Fazit fiel eindeutig aus. Ohne iPhone stiegen Herzfrequenz und Blutdruck der Probanden signifikant an. Zugleich waren sie stärker beunruhigt, und ihre Leistungen beim Wörterpuzzeln nahmen deutlich ab. Die Empfehlung der Wissenschaftler: In Situationen, die viel Aufmerksamkeit erfordern – wie Tests oder Meetings –, sollte man sich keinesfalls von seinem iPhone trennen.

          Schließlich sei das Gerät durchaus in der Lage, sich zu einer Erweiterung des eigenen Ichs zu entwickeln, zum „iSelf“ – mit entsprechenden Konsequenzen, wenn es nicht mehr da ist. Steve Jobs hätte sich gefreut.

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