https://www.faz.net/-gqe-8zjtw

Viele Billionen Euro : Mehr Wachstum durch künstliche Intelligenz

„Bion“ heißt dieses Kunstwerk des Amerikaners Andrew H. Fagg, das gerade in Sao Paolo ausgestellt wird. Bild: dpa

Große Technologieunternehmen stecken viel Geld in künstliche Intelligenz, und nicht nur sie. Die Chancen scheinen enorm - Fachleute nennen gewaltige Summen, wenn es um die dadurch steigende Wirtschaftsleistung geht.

          1 Min.

          Zwölfeinhalb Billionen Euro – so stark kann die Wirtschaftsleistung zulegen durch den erfolgreichen Einsatz künstlicher Intelligenz. Das sagen die Fachleute der Unternehmensberatung Accenture voraus in einer neuen Hochrechnung, die FAZ.NET vorliegt; die Summe entspricht dem mehr als Dreifachen des deutschen Bruttoinlandsproduktes.

          Alexander Armbruster
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Sie haben dafür 16 Branchen in zwölf Industrieländern untersucht, darunter Deutschland, die Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien und Frankreich, und beziehen sich in ihrer Vorhersage auf die Zeit bis zum Jahr 2035. „Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren“, sagte Paul Daugherty, für Technologie zuständiger Manager von Accenture.

          China stellt „nationalen KI-Plan“ in Aussicht

          Die größten Zuwächse hält er demnach in der IT-Branche, der Telekommunikation, im produzierenden Gewerbe (Stichwort Industrie 4.0) und in der Finanzbranche für möglich. Auf künstlicher Intelligenz basierende Techniken werden dabei sowohl Arbeitsplätze produktiver machen, als auch Stellen komplett ersetzen.

          Die Fachleute der Unternehmensberatung PWC halten durch künstliche Intelligenz ebenfalls einen gewaltigen Wachstumsschub für möglich. Sie sagen sogar eine um umgerechnet mehr als 14 Billionen Euro zulegende Wirtschaftsleistung voraus bis zum Jahr 2030.

          Wesentlicher Grund für den Unterschied zur Accenture-Prognose ist, dass sie die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt miteinbeziehen: China. Das Land setzt vielfältig darauf, beispielsweise die drei großen Technologieunternehmen Baidu, Alibaba und Tencent. Mit künstlicher Intelligenz „können wir diese Nation stärker machen“, sagte Qi Lu, von Microsoft unlängst zu Baidu gewechselter Spitzenmanager während der Entwicklerkonferenz seines Unternehmens am Mittwoch.

          Die politisch Verantwortlichen der Volksrepublik wiederum haben das Potential der künstlichen Intelligenz längst erkannt. Für Aufsehen sorgte gerade erst der chinesische Technologieminister Wan Gang, als er vor wenigen Tagen einen „nationalen KI-Plan“ in Aussicht stellte.

          Weitere Themen

          Soll ich Whistleblower werden?

          FAZ Plus Artikel: Vorteile und Risiken : Soll ich Whistleblower werden?

          Die Kollegen schieben krumme Dinger, der Chef ist nicht ganz ehrlich bei der Abrechnung: Soll ich das öffentlich machen? An wen kann ich mich wenden? Wer Hinweisgeber werden will, muss vorsichtig sein – und an die eigene Gesundheit denken.

          Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich Video-Seite öffnen

          Anstieg von nur 2,4 Prozent : Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich

          Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus – nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

          Putins Mann fürs Gas

          FAZ Plus Artikel: Gazprom-Chef Alexej Miller : Putins Mann fürs Gas

          Alexej Miller ist seit 20 Jahren Chef von Gazprom und treuer Weggefährte des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er hat den Konzern äußerlich modernisiert – doch im Kern ist dieser ein Instrument des Kremls geblieben.

          Topmeldungen

          Ende einer Amtszeit: Sebastian Kurz gibt am 9. Oktober 2021 seinen Rücktritt bekannt

          Frankenberger fragt : Ist das „System Kurz“ am Ende, Ursula Plassnik?

          Sebastian Kurz galt als politisches Wunderkind - jetzt ist er bereits zum zweiten Mal als Bundeskanzler Österreichs zurückgetreten. Wie geht es nun weiter? Wir fragen Ursula Plassnik, frühere Außenministerin des Landes.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.