https://www.faz.net/-gqe-7mcil

Kriminelles Portal „Utopia“ : Polizei schließt Online-Marktplatz für Drogen, Waffen, Auftragskiller

  • Aktualisiert am

Auf dem Online-Marktplatz „Utopia“ wurden Drogen, Waffen und vielleicht sogar Mörder vermittelt. Jetzt hat die Polizei den Marktplatz gestoppt und einen 21 Jahre alten Mann aus der Wetterau festgenommen.

          1 Min.

          Drogen, Waffen, gestohlene Kreditkartendaten – all das fanden Kriminelle auf dem Online-Marktplatz „Utopia“ und seinem Vorgänger „Black Market Reloaded“ (BMR). Gezahlt wurde anonym per Bitcoin. Gerüchten zufolge soll dort sogar ein Auftragskiller zu mieten gewesen sein. Es galt als der größte derartige Martkplatz, seit das amerikanische FBI vergangenes Jahr die Plattform „Silk Roadgeschlossen hatte.

          Jetzt hat die Polizei in Deutschland und den Niederlanden die Betreiber ausgehoben. In Bad Nauheim zwischen Frankfurt und Gießen ist ein 21-Jähriger als Mitbetreiber verhaftet worden, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. In den Niederlanden gingen drei weitere Beschuldigte ins Netz.

          Gegen den Mann aus Bad Nauheim lag ein europäischer Haftbefehl aus den Niederlanden vor. Ihm werden gewerbsmäßiger Computerbetrug, die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

          Bei ihm wurden Anrechte auf 1000 Einheiten der Internetwährung Bitcoin sichergestellt, die einen aktuellen Wert von 500.000 Euro haben. Ein „Utopia“-Server, betrieben von einer Firma in Deutschland, wurde gestoppt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Oberster Mahner aus Bayern: Markus Söder (CSU)

          Kanzlerkandidatur der Union : Söders Dilemma

          Vergrößert der Streit in der CDU die Chancen des CSU-Vorsitzenden auf die Kanzlerkandidatur? Sie wäre für den bayerischen Doppelmonarchen mit erheblichen Risiken verbunden.
          Trumps Konterfei auf einem falschen Dollarschein

          Amerikanische Währung : Der Dollar mag Trump nicht mehr

          Die Präsidentenwahl könnte auch die Wechselkurse der amerikanischen Währung beeinflussen. Eine Prognose ist schwierig. Jedoch gibt es Lehren aus der vorigen Wahl.
          Logo des Online-Konzerns Amazon

          F.A.Z. exklusiv : Wettbewerbsverfahren gegen Amazon und Apple

          Das Bundeskartellamt nimmt die beiden Internetriesen ins Visier: Dabei geht es um Kooperationen von Amazon mit einigen Händlern auf seiner Plattform. Deshalb gerät auch Apple in den Blickpunkt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.