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Kontaktloses Bezahlen : 45 Millionen EC-Karten bekommen Funkchips

Mit Funkchip müssen EC-Karten nur noch an den entsprechenden Zahlungsterminal gehalten werden Bild: dpa

Die deutschen Sparkassen wollen alle 45 Millionen EC-Karten ihrer Kunden mit Funkchips ausrüsten. So soll beim täglichen Einkauf vom kommenden Jahr an auch das „kontaktlose Bezahlen“ möglich sein. Die Technik habe sich in mehreren Pilotprojekten bewährt.

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          Die deutschen Sparkassen wollen alle 45 Millionen EC-Karten ihrer Kunden mit Funkchips ausrüsten. So soll beim täglichen Einkauf vom kommenden Jahr an auch das „kontaktlose Bezahlen“ möglich sein. Damit würde die nächste Generation von Bezahlsystemen Einzug in den Alltag halten, haben doch auch die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom die Markteinführung kontaktloser Bezahlsystems ganz oben auf ihre technische Agenda gestellt.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in Berlin sagte, die Technik des Nahfunks, der sogenannten Near Field Communication (NFC), habe sich in mehreren Pilotprojekten für EC-Karten bewährt. Die lange Zeit als Risiko angesehenen Funkchips seien mittlerweile gegen Missbrauch so sicher, dass sie bedenkenlos, massenhaft und in der Fläche verwendet werden könnten. Zu den Kosten wollte der DSGV nichts sagen. Experten schätzen, das die Kosten einer EC-Karte durch die neuartigen Chips um allenfalls 15 Cent im Jahr steigen.

          In zwei Jahren soll mehr als die Hälfte aller EC-Karten Funkchip haben

          Die NFC-Funktechnik ist ein Übertragungsweg nach internationalen technischen Standards, der den kontaktlosen Austausch von Daten auf kürzesten Strecken zulässt. In den kommenden Monaten will der DSGV sein System im Einzelhandel in Hannover, Braunschweig und Wolfsburg noch einmal testen. Vom kommenden Jahr an geben die Sparkassen bundesweit die dann zum Umtausch fälligen EC-Karten mit NFC-Chips aus. So sollen binnen zweier Jahre mehr als die Hälfte aller EC-Karten der Sparkassen mit einem Funkchip versehen sein.

          Beim Einsatz dieser Chips muss die mit einem solchen elektronischen Baustein versehene EC-Karte nur noch an den entsprechenden Zahlungsterminal gehalten und nicht mehr wie bisher in das Gerät gesteckt werden. Abbuchungen können damit kontaktlos erfolgen. Die Abrechnung wird per Lastschrift vorgenommen. In Deutschland gibt es momentan 93 Millionen EC-Karten. Davon ist nach Angaben des DSGV knapp die Hälfte seitens der 429 Sparkassen ausgegeben. Zusammen mit Privat- und Genossenschaftsbanken haben die Institute in den vergangenen Monaten in mehreren Pilotprojekten das neue System getestet.

          Auch die deutsche Telekommunikationsbranche arbeitet an einer solchen Technik. Hier werden große Hoffnungen auf NFC gesetzt. So testen potentielle Unternehmenskunden wie die Deutsche Bahn seit Jahren solche Systeme. Bis Ende November will die Bahn alle Fernbahnhöfe mit entsprechender Technik ausstatten (). Reisende könnten dann mit dem Handy ihre Fahrt abrechnen, ohne am Schalter ein Ticket kaufen zu müssen.

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