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Crowdfunding : Verrückte Ideen suchen Spenden

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Zwei Besucher testen auf der CeBIT im März 2015 die virtuelle Videobrille „Oculus Rift“. Auf Kickstarter wurde auch für diese Brille Geld gesammelt. Bild: dpa

Auf Kickstarter sammeln Gründer Geld für ihre ausgefallenen Projektideen. Ab heute können auch deutsche Erfinder auf einen Geldsegen hoffen. Einige Kandidaten haben sich bereits gefunden.

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          Alles, was allgemein nur großen Investoren gegönnt ist, geht dank der amerikanischen Crowdfunding-Plattform Kickstarter auch mit dem kleinen Geldbeutel. Wer Potential in einem Projekt sieht, kann es mit Spenden von einem bis zu mehreren tausend Euro unterstützen. Die Webseite, auf der kapitalbedürftige Macher ihre Projekte einstellen können, richtet sich jetzt speziell an deutsche Erfinder.

          Denn seit heute kann auch auf deutschen Konten Geld entgegen genommen werden. Bislang war ein amerikanisches Konto Voraussetzung, um Spenden zu erhalten. Die Neuerung soll heimischen Anbietern den Zugang zur Plattform erheblich erleichtern.

          Die ersten Profiteure tummeln sich schon auf Kickstarter. Aus München stammt die Idee, mit einem 3D-Drucker Lebensmittel herzustellen. Unter dem Namen „Kronjuwelen“ bieten vier Düsseldorfer eine Boxershorts, die vor Smartphone-Strahlung schützen soll. Die Strahlung sei laut wissenschaftlicher Studien eine Gefahr für die männliche Zeugungsfähigkeit. In Hamburg wartet die „sleeploop“ auf finanzielle Unterstützung. Besitzer der Gummikonstruktion sollen bei längeren Wartezeiten auch im Sitzen einen ruhigen Schlaf finden können.

          Keine Gewinnbeteiligung

          Neben den mehrheitlich ausgefallenen Projekten finden sich aber auch Klassiker wie Browserspiele und Smartphone-Apps. Bis zu 60 Tage können Projektgründer ihre Prototypen und Entwürfe auf Kickstarter einstellen. Je nach Größe der Spende winkt den Geldgebern im Gegenzeig ein einfaches Dankeschön oder ein Exemplar des fertigen Produkts. Eine Gewinnbeteiligung gibt es allerdings nicht.

          Laut Kickstarter selbst haben im vergangen Jahr Millionen von Spendern mehr als 22.000 Projekte unterstützt. Der Vorstandsvorsitzende Yancey Strickler sagte, der deutsche Markt sei auf Grund der hohen Spendenaktivität ausgewählt worden. Laut Strickler hätten die Deutschen zu den aktivsten ausländischen Geldgebern gehört.

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