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IT-Gipfel : Gabriel will eigenes Börsensegment für Start-ups

  • Aktualisiert am

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel beim IT-Gipfel in Hamburg Bild: dpa

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will jungen Unternehmen den Gang an die Börse ermöglichen. Dafür soll es ein eigenes Börsensegment geben. Von den negativen Erfahrungen mit dem „Neuen Markt“ will sich Gabriel nicht abhalten lassen.

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          Die Bundesregierung will ein neues Börsensegment für Start-ups einführen. „Wir wollen auch gemeinsam mit der Deutschen Börse eine ’Börse 2.0’ initiieren“, kündigte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Dienstag auf dem 8. IT-Gipfel in Hamburg an. Mit einem eigenen Börsensegment sollten junge Unternehmen Zugang zu zusätzlichem Kapital bekommen, das sie für ihre weitere Entwicklung und Expansion dringend benötigten. Von den negativen Erfahrungen mit dem „Neuen Markt“ vor über zehn Jahren wolle man sich nicht von dem Projekt abhalten lassen.

          Gabriel sprach sich zudem dafür aus, jungen Firmen die Verrechnung von Verlustvorträgen zu ermöglichen, wenn Kapitalgeber einsteigen. Das Fehlen dieser Möglichkeit gilt als ein Hinderungsgrund dafür, dass in Deutschland nicht mehr Geld in Start-up-Unternehmen fließt. Der Wirtschaftsminister beklagte, dass in Deutschland nicht genug Wagniskapital bereitstehe. Nur mit öffentlichen Hilfen könne man dieses Problem nicht lösen.

          Die Bundesregierung wolle zugleich Netzneutralität für Internet-Nutzer gewährleisten, also den gleich schnellen Zugang für alle. Damit sich aber Spezialdienste mit besonderen Angeboten entwickeln könnten, wolle man eine „Ex-Ante-Lösung“, also eine Anzeigepflicht einführen, sagte der Minister.

          Es reiche nicht mehr aus, den IT-Standort Deutschland zu entwickeln, sagte Gabriel. Es müsse vielmehr die Verschmelzung von IT-Wirtschaft und klassischer Industrieproduktion geschafft werden. Er sei sehr besorgt, dass in einer Umfrage zwei Drittel der Mittelständler angegeben hätten, dass für sie die Digitalisierung kein besonderes Thema sei.

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