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Internet : Studi-VZ-Chef Marcus Riecke räumt seinen Posten

  • -Aktualisiert am

Marcus Riecke Bild: Matthias Lüdecke / F.A.Z.

Der Vorstandschef von Studi VZ, Marcus Riecke, geht mit sofortiger Wirkung. Riecke war erst im Sommer des vergangenen Jahres vom Internetmarktplatz Ebay zur größten Web-2.0-Gemeinschaft Deutschlands gewechselt. Offenbar stimmte die Chemie zwischen ihm und dem Holtzbrinck-Verlag nicht.

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          Vorstandschef Marcus Riecke verlässt das soziale Netzwerk Studi VZ mit sofortiger Wirkung. Riecke war erst im Sommer des vergangenen Jahres vom Internetmarktplatz Ebay zur größten Web-2.0-Gemeinschaft Deutschlands mit inzwischen mehr als zehn Millionen Nutzern gewechselt.

          Das Unternehmen wird in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro Umsatz erzielen, aber noch keine Gewinne ausweisen. Offenbar hat die Chemie zwischen Riecke und seinen Gesellschaftern, dem Holtzbrinck-Verlag in Stuttgart, nicht gestimmt. Riecke hatte konkrete Vorgaben über die strategische Ausrichtung der Unternehmens haben wollen, diese aber nicht bekommen.

          Ein Streitpunkt war der Vermarkter

          Streitpunkte gab es genug: Riecke hätte wohl gerne einen anderen Vermarkter für die Online-Werbung ausgesucht, der mehr Erfahrung und eine bessere Technik als der hauseigene Vermarkter GWP hat. Zudem sollte Studi VZ wohl immer wieder andere Holtzbrinck-Start-ups einbinden, was zu Lasten des eigenen Geschäfts gegangen wäre. Riecke hätte auch einen Verkauf an den amerikanischen Konkurrenten Facebook gerne gesehen.

          Eindeutig Rieckes Fehler war dagegen die diletanttische Umstellung der allgemeinen Geschäftsbedingungen, die StudiVZ viel Kritik und einen Rufschaden eingebracht hat. Rieckes Nachfolger wird Clemens Riedl, der erst im August vom „Tagesspiegel“ als Vermarktungsschef zu Studi VZ gewechselt war. Er soll den Umsatz im kommenden Jahr auf mehr als 20 Millionen Euro hochtreiben. Die Personalie folgt nur wenige Wochen nachdem Verleger Stefan von Holtzbrinck die Zuständigkeit für die Internetgeschäfte an Jochen Gutbrod übergeben hatte.

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