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Internet : Registrare wettern gegen Icann

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Bild: F.A.Z.

Unternehmen, die Adressen für das Internet registrieren, wollen gemeinsam gegen die zentrale Vergabestelle Icann vorgehen. Im Zentrum des Streits steht ein neuer Vertrag mit der Registrierungsstelle Verisign.

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          Unternehmen, die Adressen für das Internet registrieren, wollen gemeinsam gegen die zentrale Vergabestelle Icann vorgehen. Vor der nächsten Icann-Sitzung am kommenden Mittwoch im kanadischen Vancouver protestieren die sogenannten Registrare gegen den beabsichtigten Vertrag zwischen Icann und der Registrierungsstelle Verisign.

          Unbefristet und teuer

          Die Registrare, zu denen die United-Internet-Tochtergesellschaft Schlund und Partner gehört, müssen alle Internet-Adressen mit der Endung .com beim amerikanischen Unternehmen Verisign registrieren lassen. "In dem neuen Vertrag erhielte Verisign das Recht, die .com-Adresse unbefristet zu verwalten und die Gebühren jedes Jahr ohne Begründung bis zu 7 Prozent zu erhöhen", kritisiert Andreas Maurer, Sprecher von Schlund und Partner. Das widerspreche dem Wettbewerbsgedanken, denn am freien Markt seien die Gebühren für andere Adressen wie .net in der Vergangenheit gefallen.

          Die Registrare befürchten, daß Icann in der Formulierung der Vertragsbedingungen auf Forderungen von Verisign eingegangen sei, um diverse Gerichtsverfahren mit Verisign beilegen zu können. "Unserer Meinung nach hat Icann in diesem Fall eher eigene Interessen als die Internetgemeinschaft im Auge", sagte Maurer. Die Registrare wollen einen Vertrag mit befristeter Laufzeit ohne Gebührensteigerung. Internet-Adressen mit der .com-Endung sind für die Branche sehr wichtig, da mit Abstand die meisten Internet-Seiten mit .com enden.

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