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Internet : 1&1 facht Preiswettbewerb im DSL-Markt an

  • -Aktualisiert am

1&1 will im DSL-Markt wieder schneller vorankommen Bild: dpa

Neue Preisoffensive von 1&1: Demnächst kostet dort das Standardpaket für unlimitiertes Telefonieren und Surfen nur noch knapp 30 Euro. Das Unternehmen hat einen Schritt nach vorn bitter nötig, sind doch zuletzt die Kundenzahlen im DSL-Markt eher schwach ausgefallen.

          1&1 bietet künftig DSL-Komplettangebote in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern Telefónica und QSC an. Zum Vermarktungsbeginn dieser Komplettangebote am 2. Juli leitet 1&1 eine neue Preisrunde auf dem deutschen Internetmarkt ein: Das Standard-Kommunikationspaket für unlimitiertes Telefonieren und Surfen, das erstmals keinen Telefonanschluss der Deutschen Telekom mehr voraussetzt, kostet bei 1&1 knapp 30 Euro im Monat für 2 Megabit je Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit.

          Einige Konkurrenten hatten den Preis für ein vergleichbares Angebot erst vor wenigen Wochen auf 35 Euro gesenkt. Auch mit seinem 16-Megabit-Hochgeschwindigkeitspaket, das 1&1 inklusive Pauschaltarif für Handygespräche ins deutsche Festnetz für knapp 40 Euro anbietet, ist das Unternehmen jetzt 5 Euro günstiger als die meisten Konkurrenten.

          Schwache Kundenzahlen

          1&1 reagiert mit seiner Preisoffensive auf die zuletzt schwachen Kundenzahlen im DSL-Markt. Im ersten Quartal hatte der zweitgrößte DSL-Anbieter nur 90.000 neue Kunden gewonnen und vor allem gegen Netzbetreiber wie Arcor und Hansenet an Boden verloren, die mit Komplettpaketen aus Telefon- und Internetanschlüssen einschließlich der zugehörigen Pauschaltarife größeren Anklang bei den Verbrauchern fanden.

          1&1 war daher gezwungen, sein bisheriges Geschäftsmodell als Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen der Telekom zu ändern und ebenfalls Komplettpakete anzubieten. Dafür hat sich 1&1 zuerst mit dem Netzbetreiber Telefónica Deutschland verbündet. „Telefónica ist aber nur unser Anbieter zum Start. Wir verhandeln mit weiteren Netzbetreibern und werden sicher schon bald weitere Partner präsentieren“, sagte 1&1-Vorstand Andreas Gauger der F.A.Z. Dazu gehört auch der Kölner Anbieter QSC.

          Verhandlungen auch mit der Telekom

          1&1 habe ein System entwickelt, mit dem das Unternehmen für jeden Kunden den besten Netzbetreiber auswählen könne, sagte Gauger. Das Telefónica-Netz deckt zurzeit rund 60 Prozent der Bevölkerung ab, vor allem in den Ballungszentren. „Wir werden die Abdeckung schon bald spürbar erhöhen“, sagte Gauger.

          Zu den Verhandlungspartnern von 1&1 gehört auch die Telekom, deren Netz mehr als 90 Prozent der Bevölkerung abdeckt. Allerdings müsste die Telekom dann auf den bisher obligatorischen eigenen Telefonanschluss verzichten.

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