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Zukunft der Menschheit : Intel kauft künstliche Intelligenz

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Künstliche Intelligenz ist eines der wichtigsten Themen dieses Jahrhunderts - das weiß man auch im Hause Intel. Bild: dpa

Am Wochenende schlug Apple zu, nun legt Intel nach: Die großen Technologie-Konzerne setzen auf künstliche Intelligenz. Stephen Hawking machte längst klar, worum es wirklich geht.

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          Der amerikanische Chiphersteller Intel verstärkt seine Geschäfte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Der Konzern teilte mit, er übernehme das kalifornische Start-up Nervana.

          Die Firma ist darauf spezialisiert, Computer ähnlich „denken“ und lernen zu lassen wie das menschliche Gehirn. Zum Kaufpreis äußerten sich die Unternehmen nicht; amerikanische Medien setzten ihn zwischen 350 und 400 Millionen Dollar (315 bis 360 Millionen Euro) an.

          Den Angaben zufolge sollen alle 48 Mitarbeiter von Nervana für Intel weiterarbeiten, und zwar in der Abteilung, die sich mit der Verarbeitung großer Datenmengen befasst. Auf dieses Geschäftsfeld setzt Intel ebenso wie auf vernetzte Geräte aller Art, um sich unabhängiger vom schwächelnden PC-Markt zu machen.

          „Sehr faszinierend“

          „Die Fähigkeit, Daten zu analysieren und Nutzen aus ihnen zu ziehen, ist für uns sehr faszinierend“, erklärte die zuständige Intel-Managerin Diane Bryant. Künstliche Intelligenz spiele dabei eine „zentrale“ Rolle.

          Um die ganze Dramatik dieser Entwicklung zu verdeutlichen, reicht ein Zitat des bekannten Physikers Stephen Hawking: „Die Computer werden irgendwann in den kommenden hundert Jahren mit ihrer künstlichen Intelligenz den Menschen übertreffen. Das wird das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit werden - und möglicherweise auch das letzte.“

          Große Technologieunternehmen wetteifern darum, wer in diesem Bereich zuerst die großen Durchbrüche schafft. Wer etwa das erste vollkommen autonom fahrende Auto für den Massenverkauf anbietet, wer die erste echte künstliche Haushaltshilfe.

          Während der Chefentwickler für selbstfahrend Autos Chris Urmson gerade angekündigt hat, das Fortschrittsunternehmen Alphabet (Google) zu verlassen nach mehr als sieben Jahren, vermeldete der iPhone-Hersteller Apple am Wochenende den nächsten Zukauf: Das Unternehmen hat das Start-up Turi aus Seattle übernommen, angeblich für rund 200 Millionen Dollar.

          Ein Sprecher von Apple kommentierte den Bericht mit dem üblichen Satz, der als Bestätigung eines Zukaufs gilt: „Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen, und wir äußern uns grundsätzlich nicht zu unseren Zielen oder Plänen.“

          Turi entwickelt lernende Maschinen. Es ist unter anderem darauf spezialisiert, Muster in Nutzungsdaten von Kunden zu finden und Betrugsversuche aufzudecken.

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