https://www.faz.net/-gqe-7nwa7

Hotmail : Microsoft ändert nach Kritik Datenschutz-Regeln

  • Aktualisiert am

Ein Mitarbeiter hat Teile des Windows 8-Codes an einen Blogger weiter gegeben. Bild: REUTERS

Ein Microsoft-Mitarbeiter gab Teile des Betriebssystems Windows 8 an einen Blogger weiter. Daraufhin durchsuchte der Konzern dessen E-Mails - was er durfte. Nach viel Kritik will er so etwas künftig aber lassen.

          1 Min.

          Microsoft will sich nach massiver Kritik stärker mit Einblicken in Nutzerdaten zurückhalten. Bei künftigen Hinweisen darauf, dass jemand gestohlenes Microsoft-Eigentum in Diensten des Konzerns speichert, werde man die Behörden einschalten, anstatt selbst aktiv zu werden, schreibt Justiziar Brad Smith.

          Auslöser für die Änderung ist ein Fall, in dem Microsoft einen Mitarbeiter überführte, der Teile des Betriebssystems Windows 8 an einen Blogger weitergegeben haben soll. Der Konzern hatte dafür das Postfach des Bloggers in seinem hauseigenen E-Mail-Dienst Hotmail durchsucht. Die bisherigen Nutzungsbedingungen erlaubten für solche Fälle die Einsicht der Daten von Kunden ohne richterlichen Beschluss.

          Das vergangene Woche bekanntgewordene Vorgehen ließ Microsoft insbesondere angesichts der scharfen Kritik des Konzerns an der Internet-Überwachung durch den Geheimdienst NSA schlecht aussehen. „Wir sind in eine „Post-Snowden-Ära“ eingetreten, in der Menschen zurecht darauf achten, wie andere mit ihren privaten Informationen umgehen“, schrieb Smith jetzt.

          Noch pikanter machte den Fall, dass der Windows-Riese den Erzrivalen Google zuvor scharf dafür kritisiert hatte, E-Mails der Nutzer mit Software für personalisierte Werbung zu scannen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Mist“, das hatte sie doch was vergessen: Annalena Baerbock, hier bei einem Pressetermin im Juni in Berlin.

          Annalena Baerbocks Sprache : Das hat sie nicht auf dem Schirm

          Annalena Baerbock ist Kanzlerkandidatin und jetzt auch Buchautorin. Ihr Werk „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ zeigt, dass die Kunst der geschliffenen Rede ihr nicht zu eigen ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.