https://www.faz.net/-gqe-7rxsc

Verkehr : Hamburg verbietet Taxi-Konkurrent Uber

  • Aktualisiert am

Taxifahrer in vielen Großstädten sind in Aufruhr wegen des neuen Konkurrenten aus Kalifornien. Bild: dpa

Das kalifornische Start-Up Uber rüttelt die Taxibranche rund um den Globus auf. Nun hat Hamburg den Dienst verboten. Uber will trotzdem weitermachen.

          Das amerikanische Start-Up Uber hat die Taxibranche durcheinandergewirbelt. Nicht nur, weil die Uber-Fahrer sich den strengen Regeln des Taxigewerbes nicht unterwerfen und als Privatleute ohne Lizenz arbeiten. Sondern auch, weil sie mit Preisen antreten, die deutlich unter denen der lizensierten Fahrer liegen. Im Juni protestierten alteingesessene Fahrer in Berlin, Hamburg, Paris und London.

          In der Bundeshauptstadt Berlin ist der Dienst vertreten, gerade ist er dabei, sich auch in Hamburg und Frankfurt zu etablieren. Nun hat die zuständige Verkehrsbehörde der Hansestadt allerdings das Angebot verboten, berichtet das Manager Magazin. Ein Sprecher erklärt das damit, dass wer in Deutschland gegen Geld Personen befördern will, einen Personenbeförderungsschein braucht - diesen haben die meisten Uber-Fahrer aber nicht. „Unserer Einschätzung nach handelt es sich deshalb bei dem Dienst Uber Pop eindeutig um nicht genehmigte Personenbeförderungen“, sagte der Sprecher und habe hinzugefügt: „Uber Pop ist nicht legal.“

          Dem Bericht zufolge hat die Hamburger Verkehrsbehörde dem kalifornischen Anbieter am Dienstag eine entsprechende Untersagungsverfügung zugestellt. Wer für Uber fährt, dem drohten nun 1000 Euro Strafe pro Verstoß.

          Uber selbst lässt sich davon aber, scheint's, kaum beeindrucken. Pierre-Dimitri Gore Coty, der das Europa-Geschäft verantwortet, sagte, Hamburg sei eine „progressive und ambitionierte Stadt, in der Innovationen blühen“. Sein Unternehmen respektiere den rechtlichen Rahmen. Es werde gleichwohl in der Stadt weiter seinen Dienst verkaufen. Uber gehe davon aus, dass sich in Hamburg ohnehin am Ende die Gerichte mit der Sache befassen werden müssen.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson

          Brief an Tusk : Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

          Bisher wollte der britische Premier sein Land auch ohne Deal aus der EU führen. Nun schreibt er an EU-Ratspräsident Tusk, ein Abkommen habe „oberste Priorität“. Zugleich fordert er, die Backstop-Regelung zu streichen – und schlägt Alternativen vor.
          Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat

          F.A.Z.-Sprinter : Eine Ursula-Koalition für Italien?

          In Italiens Regierungskrise entscheidet sich, ob es Neuwahlen gibt, „Fridays for Future“ feiert Geburtstag – und in Brandenburg denkt man über eine Kenia-Koalition nach. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.