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Halbleiter : AMD steigert Quartalsgewinn deutlich

  • Aktualisiert am

AMD baut aus in Dresden Bild: dpa/dpaweb

In Wachstumsmärkten wie Rußland, Indien und China ist die Nachfrage groß: Der amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Devices hat im dritten Quartal prächtig verdient. Tendenz: freundlich.

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          Der zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, Advanced Micro Devices, hat wegen starker Nachfrage seinen Gewinn im dritten Quartal überraschend gesteigert.

          Der Nettogewinn sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 74 Prozent auf 76 Millionen Dollar gestiegen, teilte das Amerikanische Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluß mit. Das entspreche einem Gewinn pro Aktie von 18 Cent nach 12 Cent vor einem Jahr. Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage im Durchschnitt mit einem Rückgang auf acht Cent gerechnet. Der Nettoumsatz legte um 23 Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar zu. Hier hatten Branchenexperten im Schnitt 1,38 Milliarden Dollar erwartet.

          Die Computerchip-Sparte stockte ihren Umsatz um 44 Prozent auf 969 Millionen Dollar auf und hatte einen operativen Rekordgewinn von 209 (89) Millionen Dollar. AMD hob Rekordabsatzzahlen für Server-, Laptop- und Desktop-Computerchips hervor. In Wachstumsmärkten wie Rußland, Indien und China habe man besonders stark zugelegt. In der Speicherchipsparte gab es einen Umsatzrückgang von vier Prozent auf 516 Millionen Dollar, doch verringerte sich der operative Verlust deutlich auf 50 (90) Millionen Dollar. Der Neunmonatsgewinn schrumpfte auf 69,9 (121,1) Millionen Dollar oder 17 (32) Cent je Aktie. Der Neunmonatsumsatz legte auf vier (3,7) Millionen Dollar zu.

          AMD-Athlon-Chips: Gut nachgefragt
          AMD-Athlon-Chips: Gut nachgefragt : Bild: AP

          Anleger honorieren Ergebnisse

          Der positive Trend werde sich AMD zufolge im vierten Quartal fortsetzen. Dann werde es 42 bis 50 Prozent mehr Mikroprozessoren verkaufen als vor einem Jahr, prognostizierte das Unternehmen. Auch die wegen fallender Preise Verluste schreibende Sparte für Flash-Speicherchips erhole sich. Ihr Defizit habe sich auf 50 Millionen Dollar von 90 Millionen Dollar fast halbiert.

          „Die Zahlen scheinen durch die Bank sehr stark zu sein, egal ob bei Servern, Notebooks und Desktop-Computern“, sagte Analyst Cody Acree von Legg Mason. Auch die Flash-Sparte „bewegt sich definitiv in die richtige Richtung.“

          Diese Einschätzung schienen die Anleger zu teilen: Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs der AMD-Aktie um 0,5 Prozent auf 23,40 Dollar. Zuvor hatte das Papier an der New York Stock Exchange bei 23,29 Dollar gelegen.

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