https://www.faz.net/-gqe-8vh3r

Marissa Mayer : Yahoo-Chefin verzichtet wegen Hackerangriffen auf Bonus

  • Aktualisiert am

In den Monaten bis zur Übernahme werde man sich um einen starken Abschluss bemühen, versprach Yahoo-Chefin Mayer. Bild: Reuters

Daten von 1,5 Milliarden Yahoo-Nutzern sind geklaut worden, das wurde vor zwei Monaten bekannt. Chefin Marissa Mayer zieht nun ihre Konsequenzen. Und der Chefjurist muss gehen.

          1 Min.

          Yahoo-Chefin Marissa Mayer bekommt nach der Blamage mit erst Jahre später bekanntgewordenen gewaltigen Hacker-Attacken keinen Bonus für dieses Jahr. Sie habe zwar erst im September 2016 erfahren, dass eine große Menge an Daten zu Nutzern gestohlen worden sei, erklärte Mayer am späten Mittwoch. Aber da es während ihrer Zeit an der Firmenspitze passiert sei, verzichte sie sowohl auf die jährliche Prämie als auch auf den vereinbarte Aktienbonus. Bei den Hacker-Angriffen in den Jahren 2013 und 2014 wurden jeweils die Daten von 500 Millionen und einer Milliarde Yahoo-Nutzer entwendet.

          Mayer stehen nach ihrem Vertrag eine leistungsbezogene Prämie von bis zu zwei Millionen Dollar sowie Aktien im Wert von mindestens zwölf Millionen Dollar zu. Wie eine Untersuchung des Yahoo-Verwaltungsrates zeigte, wurden 2014 zwar 26 betroffene Nutzer ausgemacht und zusammen mit den Sicherheitsbehörden informiert. Es sei jedoch versäumt worden, eine weitergehende Prüfung einzuleiten, obwohl es dafür ausreichend Gründe gegeben habe. Chefjurist Ron Bell verlässt das Unternehmen.

          Der Verwaltungsrat fand keine Anzeichen dafür, dass Informationen über die Hacks im Unternehmen absichtlich zurückgehalten worden seien. Zugleich sei unklar, wie umfassend die Bedeutung der vorliegenden Hinweise außerhalb des Yahoo-Sicherheitsteams verstanden worden sei.

          Die Hacker-Angriffe waren erst bekanntgeworden, nachdem der Telekom-Konzern Verizon im Juli den Kauf des Yahoo-Webgeschäfts für gut 4,8 Milliarden Dollar vereinbarte. Nach monatelangen Verhandlungen wurde der Preis jüngst um 350 Millionen Dollar gesenkt und das künftige Rest-Yahoo und Verizon wollen sich Anwaltskosten teilen. Nutzer waren bereits vor Gericht gezogen und streben Sammelklagen an.

          Weitere Themen

          Knöllchen dürfen wehtun, nicht aber arm machen

          Hanks Welt : Knöllchen dürfen wehtun, nicht aber arm machen

          Der neue Bußgeldkatalog wird Falschparkern das Leben künftig zur Geldbeutel-Hölle machen. In den Städten wird es jetzt nämlich richtig teuer. Doch was sollte ein Knöllchen überhaupt kosten?

          Topmeldungen

          Raus mit dem giftigen Schlamm: In diesem Hotel in Altenahr packen Freiwillige vom Helfer-Shuttle und Bundeswehrsoldaten gemeinsam an.

          Als Helfer im Flutgebiet : Wer hier war, findet keine Ruhe mehr

          Keller trocken legen, Müll wegschaffen und immer dieser Schlamm: Anstatt in den Urlaub zu fahren, ist unser Autor ins Ahrtal gereist. Freiwillige Helfer werden dort nach wie vor gebraucht. Aber es gibt auch Spannungen – mit der Polizei.
          Knöllchen werden in Innenstädten deutlich teurer.

          Hanks Welt : Knöllchen dürfen wehtun, nicht aber arm machen

          Der neue Bußgeldkatalog wird Falschparkern das Leben künftig zur Geldbeutel-Hölle machen. In den Städten wird es jetzt nämlich richtig teuer. Doch was sollte ein Knöllchen überhaupt kosten?
          Wer bekommt was vom großen Kuchen? Der Oetker-Konzern wird aufgeteilt.

          Familienstreit : Dr. Oetker lässt sich scheiden

          Der zerstrittene Oetker-Clan aus Bielefeld spaltet den Familienkonzern auf. Die Geschichte einer milliardenschweren Fehde in Ostwestfalen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.