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Wachsender Gewinn : Google verdient weniger Geld pro Klick

  • Aktualisiert am

Google gibts auch hier in Dublin Bild: REUTERS

Die Anzeigenpreise sinken, Werbekunden zahlen an den Suchmaschinenbetreiber sechs Prozent weniger für jeden Klick. Das liegt am Trend zu mobilen Geräten.

          Licht und Schatten: Ja, der größte Suchmaschinenbetreiber der Welt verdient mehr Geld. Nicht wegen sinkender Kosten, sondern vor allem auch wegen höherer Umsätze. Das ist gut. Allerdings sinkt der Preis, den Werbekunden Google zahlen für jeden Anzeigenklick - mit sechs Prozent sogar wieder stärker. In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren es lediglich vier Prozent. Zudem vervierfachte sich der Verlust der Tochtergesellschaft Motorola.

          Die geänderten Bedingungen für Werbekunden zeigten offenbar nicht die gewünschten Erfolge, sagte Analyst Ronald Josey von JMP Securities. Ein Grund könnte sein, dass auf mobilen Geräten nicht so häufig Werbung angeklickt werde wie auf PCs, kommentierte Analyst Colin Gillis von BGC Partners.

          Die Werbeeinnahmen auf den mobilen Geräten sind geringer als auf PCs. Um dem gegen zu wirken hatte Google sein Werbegeschäft im Februar neu aufgestellt. Damit verschwimmt der Unterschied zwischen Kampagnen auf PCs und mobilen Geräten. Google-Finanzchef Patrick Pichette führte den Preisrückgang im Anzeigenbereich auf verschiedene Faktoren zurück: Neben dem Trend zu mobilen Geräten sei der Anteil von Werbung internationaler Märkte mit geringeren Preisen gestiegen. Insgesamt seien die Werbeklicks jedoch um 23 Prozent gestiegen, betonte er.

          Im zweiten Quartal legte der Überschuss von Google um 16 Prozent auf 3,23 Milliarden Dollar zu. Im Kerngeschäft erhöhten sich die Umsatzerlöse um 20 Prozent auf 13,11 Milliarden Dollar. Der konsolidierte Umsatz betrug 14,11 Milliarden Dollar nach 11,81 Milliarden Dollar. Darin enthalten ist Motorola Mobility. Der Verlust des Handyherstellers, den Google Mitte des Jahres 2012 für 12,5 Milliarden Dollar gekauft hatte, betrug 218 Millionen Dollar vor Sonderposten. Ein Jahr zuvor lag das Minus lediglich bei 49 Millionen Dollar.

          Der Markt zeigte sich vor allem über das Anzeigengeschäft enttäuscht. Sie hatten sich von der Tendenz im ersten Quartal und dem neuen Modell mehr versprochen. Im nachbörslichen Handel fiel der Kurs der Google-Aktie um vier Prozent.

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