https://www.faz.net/-gqm-7op7o

Online-Netzwerk : Google verabschiedet sich von Google+

  • Aktualisiert am

Vic Gundotra Bild: dpa

Das Online-Netzwerk Google Plus hat sich nicht als Facebook-Rivale etablieren können. Der bisherige Chef verlässt Google. Nun soll es laut Medienberichten umgebaut werden.

          1 Min.

          Der Chef des Online-Netzwerk Google Plus verlässt den Internet-Konzern. Vic Gundotra, einer der prominentesten Google-Manager, schrieb am Donnerstag nichts über Gründe oder künftige Pläne. Bei Google Plus stehe ein weitreichender Umbau an, berichteten die „Financial Times“ und das Technologieblog „TechCrunch“.

          Google Plus ist als Plattform konzipiert, die verschiedene Dienste des Internet-Konzerns miteinander verbindet. Google baute unter anderem die Funktionen zum Speichern und Bearbeiten von Fotos stark aus. Zudem wurde Google Plus in alle möglichen Produkte von der Videoplattform YouTube bis hin zum E-Mail-Dienst GMail eingebunden. Damit schoss die offizielle Nutzerzahl aus dem Stand auf mehrere hundert Millionen hoch.

          Sollte das 2011 gestartete Google Plus allerdings auch als direkter Rivale zu Facebook gedacht gewesen sein, kann es mit dem weltgrößten Online-Netzwerk nicht bei der Bedeutung mithalten. Mit zuletzt knapp 1,3 Milliarden Nutzern ist Facebook auch immer noch viel größer.

          Rund 1000 Entwickler werden offenbar einem anderen Bereich zugeteilt

          Laut „Financial Times“ solle Google Plus nun weniger als eigenständiges Online-Netzwerk vermarktet werden. Bei „TechCrunch“ hieß es, Google Plus werde auf die Plattform-Rolle reduziert. Rund 1000 Software-Entwickler würden anderen Bereichen zugeteilt. So werde das Team hinter den „Hangouts“-Videochats zum Android-Betriebssystem umziehen.

          Die Leitung von Google Plus solle nun der bisherige Technikchef David Besbris übernehmen, berichtete das Technologieblog „Recode“. Er habe das Rennen gegen den einflussreichen Google-Plus-Produktchef Bradley Horowitz gemacht, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

          Gundotra war seit acht Jahren bei Google. Vor Google Plus verantwortete er unter anderem die mobilen Produkte des Internet-Riesen und verbrachte zuvor 15 Jahre bei Microsoft. Die Nachricht von seinem Abgang sickerte über die App „Secret“ durch, in der Gerüchte aus dem Silicon Valley verbreitet werden. Dort hieß es vor einigen Tagen, Gundotra führe Bewerbungsgespräche.

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Gutes besser machen!

          Hanks Welt : Gutes besser machen!

          Das Bewusstsein für den Klimawandel ist bei den Menschen angekommen. Dennoch hakt es bei der Bekämpfung der Krise. Der enorme Widerspruch zwischen Moral und Ratio ist das Problem.

          Topmeldungen

          Paul Ziemiak, Tilman Kuban und Hendrik Wüst beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union am 16. Oktober in Münster

          Imagewandel der Jungen Union : Konservative in Sneakern

          Die Junge Union ist auf der Suche nach einer neuen Außendarstellung. Manche ihrer Mitglieder wollen die Rhetorik abrüsten und den Kleidungsstil ändern. Aber wofür stehen die Jungkonservativen?
          Joshua Kimmich wollte sich bislang noch nicht impfen lassen.

          Corona-Impfung im Profifußball : Kimmich und der Preis der Freiheit

          Joshua Kimmich wollte sich bisher nicht gegen Corona impfen lassen. Für Kritik daran gibt es gute Gründe. Und der Imageschaden für Kimmich wird deutlich größer sein als jeder mögliche Impfschaden, der ihm droht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.