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Larry Page und Sergey Brin : Warum die Google-Gründer mehr Einfluss bekommen

  • Aktualisiert am

Die Google-Gründer Larry Page (links) und Sergey Brin Bild: REUTERS

Trotz des heftigen Widerstands von Aktionären führt Google eine neue Gattung von Aktien ein. Sie dient nur einem Ziel: Mehr Kontrolle für die Firmengründer.

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          Ist ein Unternehmen einmal an der Börse, ist es gar nicht so einfach, die Kontrolle darüber zu behalten. Das merken auch die beiden Gründer von Google, Larry Page und Sergey Brin. Dabei war die ganze Unternehmensstruktur genau darauf ausgerichtet.

          Als Google im Jahr 2004 an die Börse ging, kreierte es zwei Arten von Google-Aktien: Aktien der Klassen A und B. Anleger von Aktien der Klasse A haben in der Aktionärsversammlung je eine Stimme. Wer hingegen Aktien der Klasse B hält, dem gehört der gleiche Anteil am Unternehmen – er hat in der Aktionärsversammlung aber zehn Stimmen. Diese Aktien besitzen vor allem Page und Brin.

          Neue C-Aktien ohne Stimmrecht

          Man könnte also meinen, dass der Einfluss von Page und Brin durch diese Konstruktion gesichert ist. Weil jedoch ständig Aktien der Klasse A ausgegeben werden, etwa an die eigenen Mitarbeiter, oder B-Aktien in A-Aktien umgewandelt werden,  etwa bei Akquitisitionen, sorgen sich die beiden darum, dass sie irgendwann nicht mehr das Sagen haben - selbst wenn ihre Anteile das zehnfache Stimmrecht garantieren.

          Wie das Wall Street Journal berichtet, will Google deshalb eine neue Aktiengattung einführen: Anleger sollen für jede A- und B-Aktie eine C-Aktie erhalten, die kein Stimmrecht gewährt. Faktisch bedeutet das einen Aktiensplit: Aus einer Aktie werden zwei. Dementsprechend halbiert sich auch der Preis. Wie das ganze technisch genau abläuft, ist auf der Investor Relations Seite von Google nachzulesen.

          Nach Einschätzung des Indexbetreibers S&P Dow Jones Indices werden C-Aktien künftig bei Google die Haupt-Handelslinie sein. Wenn Google also künftig neue C-Aktien ohne Stimmrecht ausgibt – etwa an Mitarbeiter – verlieren Page und Brin damit selbst nicht weiter an Einfluss.

          Schon im April 2012 hatten Page und Brin die neue Struktur in einem Brief an die Aktionäre angekündigt. Nach einer Sammelklage von Aktionären, die in einem Vergleich endete, sollen die neuen C-Aktien nun erstmals am 2. April ausgegeben werden.

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