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Kartellverfahren : EU-Kommissar will Streit mit Google beilegen

  • Aktualisiert am

Die Ergebnisse von Konkurrenten sollen künftig besser sichtbar sein. Bild: dpa

Google hat Streit mit der EU über seine Marktmacht. Jetzt steht eine Einigung bevor. Und der Internetkonzern könnte einer Milliardenstrafe entgehen.

          Nach drei Jahren Streit um die Internetsuche von Google stellt die EU-Kommission eine Einigung in Aussicht. Er sei mit den Zugeständnissen des Suchmaschinenbetreibers grundsätzlich einverstanden, teilte der zuständige EU-Kommissar JoaquínAlmunia am Mittwoch in Brüssel mit.

          Google hat nach Angaben Almunias verbesserte Zusagen gemacht. So garantiere der Konzern nun unter anderem, dass bei Such-Ergebnissen für Restaurants, Hotels oder andere Produkte auch die Angebote von drei Konkurrenten deutlich sichtbar aufgelistet würden. „Die neuen Vorschläge von Google gehen nach langen und schwierigen Verhandlungen auf die Einwände der Kommission ein“, sagte Almunia. Seine Behörde will nun die Konkurrenten zu den Zusagen befragen, um den Fall endgültig abzuschließen.

          Mit dem Kompromiss würde Google einer möglichen Strafe von bis zu fünf Milliarden Dollar entgehen.Von den Zusagen könnten Konkurrenten wie Microsoft und Yahoo profitieren, die im Geschäft mit Suchmaschinen ins Hintertreffen geraten sind. Mehrere Unternehmen hatten sich über Google beschwert, darunter die amerikanischen Online-Reiseanbieter Expedia und TripAdvisor. Sie werfen Google vor, bei der Suchmaschine auf unfaire Weise eigene Dienste in den Vordergrund zu stellen. Die EU hatte daraufhin Ende 2010 ein Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen eröffnet.

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