https://www.faz.net/-gqm-826c9

Kritik an Marktmacht : EU knöpft sich Google vor

  • Aktualisiert am

Setzt die EU sich durch, drohten Google vermutlich Strafen in Milliardenhöhe. Bild: dpa

Im Streit mit Google schlägt die Europäische Union eine härtere Gangart ein. Einem Zeitungsbericht zufolge will sie dem Internetriesen hohe Strafen auferlegen. Der Konzern habe seine Position auf dem Markt missbraucht.

          Die EU-Kommission wird Google nach Informationen der „Financial Times“ den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vorwerfen. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde dies an diesem Mittwoch ankündigen, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf eine interne E-Mail von Google. Spekulationen, dass bald mit einer Entscheidung in der Causa Google zu rechnen sei, hatte am Dienstag auch EU-Digitalkommissar Günther Oettinger genährt.

          Der Vorwurf lautet, dass Google in seiner Suchmaschine Rivalen zu Gunsten eigener Dienste benachteiligt habe, schrieb die „Financial Times“ am späten Dienstag. Das Verfahren läuft seit Jahren, dem Konzern könnten Milliardenstrafen und Einschnitte für das Geschäftsmodell drohen.

          Google hatte sich im Zuge des Verfahrens zu Zugeständnissen bereit erklärt, die Vestagers Vorgänger Joaquín Almunia ausreichend fand. In der Kommission gab es jedoch Widerstände gegen eine Einstellung. Den Konkurrenten und Unternehmen aus der Medienbranche gingen Googles Zugeständnisse nicht weit genug. Sie wollen unter anderem einen prominenteren Platz bei der Anzeige von Suchergebnissen.

          Jetzt heißt es, die Europäische Kommission könnte das Verfahren auf Googles Handy-Betriebssystem Android ausweiten.

          Eine Zuspitzung der Brüsseler Position hatte sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet. In den Vereinigten Staaten war ein ähnliches Verfahren der dortigen Wettbewerbshüter für Google glimpflich ausgegangen.

          Topmeldungen

          Diese Demonstranten am Stuttgarter Flughafen wollen die Menschen vom Fliegen abhalten.

          Klimaschutz : Vertraut nicht den Verboten!

          Im Kampf um das Klima gibt es viele Einzelideen. Sie versperren den Blick auf das Notwendige: ein sinnvolles Gesamtkonzept. Dafür gilt: Lieber gründlich als überhastet.
          Formiert sich gerade eine breite politische Front gegen Salvini? Der italienische Innenminister strebt weiter Neuwahlen an.

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.