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Urteil gegen Mydriver : Sixt darf nicht als Taxi-Anbieter auf Google werben

  • Aktualisiert am

Mydriver ist ein Limousinen-Service, aber kein Taxi-Betrieb. Bild: dpa

Die Taxi-Branche kämpft nicht nur gegen den Internet-Dienst Uber. Nun bekommt sie vor Gericht Recht gegen einen Tochtergesellschaft des Autovermieters Sixt.

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          Die Taxi-Branche kämpft weiter um ihr Alleinstellungsmerkmal. Dafür legt sie sich nicht nur mit dem amerikanischen Internetdienst Uber an, sondern auch mit Wettbewerbern in Deutschland. Die Taxivereinigung Frankfurt hat vor Gericht Recht bekommen in einer Klage gegen den Autovermieter Sixt. Dieser darf seinen Limousinen-Service Mydriver auf Google nicht mehr mit dem Suchbegriff „Taxi“ bewerben, entschied das Landgericht Berlin (Az. 15 O 290/14).

          Die klagende Taxivereinigung Frankfurt warf Mydriver vor, Verbraucher zu täuschen. Mydriver hatte online mit Slogan „Taxi für Frankfurt buchen“ geworben. Das fanden die Taxifahrer unlauter: „Grundsätzlich unterliegen Trittbrettfahrer-Anzeigen bei Google strengen Regeln“, wird Sandra Charalambis, die Anwältin der Frankfurter Taxifahrer, in einer Pressemitteilung zitiert: „Der Verbraucher muss am Anzeigentext erkennen können, dass die Anzeige nicht von einem Taxiunternehmen stammt, damit er nicht getäuscht wird.“

          „Nur, wer sich als Taxiunternehmen prüfen und regulieren lässt, soll auch als Taxiservice werben dürfen“, äußerte Hans-Peter Kratz, der Vorsitzende Frankfurter Taxi-Vereinigung, der rund 800 Anbieter angehören. Sollte sich Mydriver nicht an das nun ergangene Urteil halten, droht die Taxi-Vereinigung schon einmal, dass dann ein Ordnungsgeld oder sogar eine Ordnungshaft verhängt würden.

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