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Startup Mobvoi : Google investiert in künstliche Intelligenz in China

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Im Juni 2011 hing noch das Google Logo vor dem damaligen Hauptquartier in Peking. Nach Jahren der China-Abstinenz will der Konzern nun zurück auf diesen wichtigen Markt. Bild: Reuters

Der weltgrößte Suchmaschinenkonzern engagiert sich in China: Er kauft eine Anteil an einem Startup für künstliche Intelligenz. Und will noch mehr.

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          Google will mit der Beteiligung an einem Startup für künstliche Intelligenz sein Standbein im chinesischen Markt stärken. Der amerikanische Internetkonzern übernehme im Rahmen einer 75 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde einen Minderheitsanteil an Mobvoi, teilte das Startup an diesem Dienstag mit.

          Die genaue Summe, die Google zahlt, ist nicht bekannt. Die Gründer halten weiterhin die Mehrheit an dem nun mit 300 Millionen Dollar bewerteten Unternehmen. Mobvoi arbeitet an einer Software, die mit Hilfe von Sprache Befehle ausführt, und bietet darüber hinaus Computeruhren an.

          Googles Betriebssystem Android setzt bereits Sprachsteuerung in der Suchmaschinensuche ein. Die meisten Google-Dienste wie der E-Mail-Verkehr, die Suche und Kartenangebote sind in China seit rund fünf Jahren nicht verfügbar, da der Konzern sich nicht zensieren lassen will.

          Nun versuchen die Amerikaner, mit Hilfe von Partnerschaften Präsenz zu zeigen. Mobvoi und Google haben in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet. Und vor einiger Zeit schon hat Google signalisiert, dass es trotz der Zensur wieder auf den wichtigen chinesischen Markt zurückkommen will - und dabei eben auch Bedingungen und Umstände hinnehmen werde.

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