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Gehackte Online-Konten : Was tun, wenn meine Passwörter geknackt sind?

Bild: dpa

Kriminelle haben 16 Millionen Benutzerkonten geknackt. Wer betroffen ist, kann weiteren Schaden verhindern.

          1 Min.

          Millionen Deutsche sind betroffen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Datensätze mit 16 Millionen geknackten Online-Benutzerkonten gefunden. Die Daten stammen meist von Rechnern, die ohne Wissen ihrer Benutzer gekapert worden sind. Deshalb sind Sie in großer Gefahr: Ist eines Ihrer Benutzerkonten geknackt, könnten auch die anderen gekapert sein - und Ihr ganzer Computer.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ob Sie betroffen sind, können Sie schnell herausfinden: auf einer Webseite des Bundesamts. Auf der Webseite müssen Sie gerade etwas Geduld haben, sie ist sehr überlastet. Wenn Sie eine Verbindung bekommen, können Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben. Falls ein Konto von Ihnen geknackt worden ist, erhalten Sie eine E-Mail. Falls Sie mehrere E-Mail-Adressen haben, machen Sie den Test für jede Adresse.

          Was sollten Sie tun, wenn Sie betroffen sind?

          Schritt 1: Computer säubern

          Schritt eins ist, den eigenen Computer zu säubern - so empfiehlt es auch das Bundesamt. Falls Sie noch kein Virenschutz-Programm haben, sollten sie jetzt eines installieren. Das muss nicht teuer sein. Zur Wahl stehen zum Beispiel Programme der Marken Bitdefender, G Data, Kaspersky und Norton. Ein kostenloses Virenschutz-Programm können Sie bei Avira herunterladen.

          Schritt 2: Online-Konten sichern

          Schritt zwei: Gehen Sie Ihre Online-Konten durch und vergeben Sie neue Passwörter - und zwar möglichst sichere. Vor kurzem hat die Welt erfahren, dass das beliebteste Passwort im Internet “123456“ lautet. Das sollten Sie vermeiden. Ein sicheres Passwort schaffen Sie sich zum Beispiel, indem Sie sich einen Merksatz ausdenken und davon die Anfangsbuchstaben nehmen. Zum Beispiel: „Meine Tochter geht heute um 4 zum Fußball, ich bringe sie hin.“ Dieser Satz wird zum Passwort: „MTghu4zF,ibsh“ - das errät niemand, aber Sie können sich den Satz leicht merken.

          Inzwischen hat jeder viele Online-Konten. Deshalb sollten Sie ein paar Minuten lang nachdenken, wo Sie überall ein Konto angelegt haben. Gucken Sie mal durch Ihre E-Mails und suchen Sie Anmeldebestätigungen - Sie haben mehr Online-Konten, als Sie denken.

          Schritt 3: Neue Passwörter merken

          So viele Online-Konten Sie auch haben - widerstehen Sie der Versuchung, überall das gleiche Passwort zu vergeben. Mit modernen Webbrowsern wie Firefox, Chrome, Safari oder dem Internet Explorer können Sie die Passwörter auch einigermaßen sicher im Browser speichern.

          Für Konten, die Sie selten benützen, bietet sich auch eine andere Vorgehensweise an: Vergeben Sie ein zufälliges Passwort, vergessen Sie es, und lassen Sie sich bei der nächsten Anmeldung ein neues schicken.

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