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Saudi-Arabien : Frauen-Fahrverbot hilft Uber und Easy Taxi

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Wollen nicht nur Beifahrer sein: Frauen dürfen in Saudi-Arabien nicht selbst Auto fahren. Bild: AFP

In Saudi-Arabien dürfen Frauen kein Auto fahren. Weil die öffentlichen Verkehrsmittel schlecht sind und Taxis verpönt, nutzen sie nun häufig Apps. Am liebsten würden sie aber natürlich endlich selbst fahren.

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          Frauen dürfen in Saudi-Arabien nicht Auto fahren. Das ist offenbar einer der wesentlichen Gründe dafür, dass Fahrtdienst-Apps in der Golf-Monarchie derzeit eine stark steigende Nachfrage verzeichnen. Rund 80 Prozent ihrer Kunden seien weiblich, berichten Anbieter wie der Taxi-Schreck Uber oder der zu Rocket Internet gehörende Dienst Easy Taxi, schreibt das Wall-Street-Journal. Frauen haben durch diese Angebote endlich eine alternative Transportmöglichkeit zu den angeblich chaotischen öffentlichen Verkehrsmitteln des Staates. Beliebt ist dem Bericht zufolge auch der Fahrdienst-Anbieter Careem aus Dubai, der im vergangenen Jahr als Erster in den saudiarabischen Markt eingetreten und nun in vier Städten aktiv sei - gefolgt von Uber und Easy Taxi. Die zu Rocket Internet gehörende App ist eigenen Angaben zufolge seit Februar dieses Jahres schon 300.000 Mal heruntergeladen worden.

          „Dass so viele Firmen sich innerhalb kurzer Zeit hier etabliert haben, zeigt, wie groß das Potenzial für diese Art Dienste ist“, sagt Mahmoud Fouz, Geschäftsführer von Easy Taxi Middle East, dem „Wall-Street-Journal“. „Saudische Frauen nutzen unseren Dienst drei bis vier Mal am Tag, und das jeden Tag“, wird Mudassir Sheikha, Gründer von Careem, zitiert. Sein Angebot habe momentan 50.000 regelmäßige Nutzer, und die Zahl wachse jeden Monat um die Hälfte.

          Als Grund für ihren Zuspruch nennen die Anbieter neben dem Fahrverbot für Frauen die wenigen Alternativen: Keine Großstadt des Landes verfügt über eine U-Bahn, außerdem funktionieren das Bus-System nur schlecht. Und ein herkömmliches Taxi zu benutzen, gelte als sozial verwerflich.

          Kritik an den neuen Fahrer-Vermittlern gibt es - ähnlich wie in Deutschland oder der Vereinigten Staaten - auch in Saudi-Arabien. Der Leiter des Verkehrskomitees der Industrie- und Handelskammer der Hauptstadt Riad, Saud Al Nafaiei, wirft der Regierung zum Beispiel vor, sie habe ihre Aufsichtspflicht verletzt als sie die Apps zuließ. „Das Verkehrsministerium wird sie aufhalten“, hofft er. „Die haben keine Lizenzen.“

          Die saudischen Frauen nutzen die Dienste angeblich gerne. Noch lieber würden sie verständlicherweise aber endlich selbst das Recht bekommen, Auto zu fahren. Für diesen Sonntag haben sie einen Aktionstag angekündigt, an dem sie sich aus Protest selbst hinters Steuer setzen wollen. Im letzte Jahr sind sie für Protestaktionen bestraft worden.

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