https://www.faz.net/-gqe-909kl

Folge von Zensur in Fernost : Apple nimmt VPN-Programme aus seinem Store in China

  • Aktualisiert am

China ist für Apple der zweitwichtigste Markt nach den Vereinigten Staaten. Bild: AP

China zieht die Zügel im Internet seit einiger Zeit an. Der Technologiekonzern Apple reagiert. Denn für ihn geht es in dem Land um viel.

          1 Min.

          Apple hat Programme aus seinem chinesischen App-Store gelöscht, mit denen die strengen Internet-Sperren des Landes bisher umgangen werden konnte. ExpressVPN, einer der Anbieter der so genannten VPN-Tunnel, teilte in einer Stellungnahme mit, dass Apple die Software entfernt habe, weil sie gegen chinesische Gesetze verstoße. Auch die populäre Tunnel-App VyprVPN war an diesem Sonntag nicht mehr in Apples China-Angebot verfügbar.

          Apple hatte bereits Anfang des Jahres Ärger auf sich gezogen, als es auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der New York Times aus seinem Angebot in China löschte. Für den iPhone-Konzern ist die Volksrepublik nach den Vereinigten Staaten der wichtigste Markt.

          Peking hatte zuletzt angekündigt, die Regulierung der VPN-Programme verschärfen zu wollen. Sie sind die einzige Möglichkeit, die Internetsperren des Landes zu umgehen.

          Das soziale Netzwerk Facebook und der Kurnachrichtendienst Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch Google-Dienste oder die zu Google gehörende Videoplattform Youtube, viele internationale Medien oder Webseiten, die Pekings Politik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, werden blockiert. Zuletzt wurde auch die Nachrichten-App Whatsapp gestört. Nutzer konnten zwar noch Textnachrichten senden, allerdings keine Fotos mehr.

          Chinas eigene soziale Netzwerke werden derweil streng von den Zensoren überwacht. Kritische Artikel werden gelöscht, viele Suchbegriffe sind gesperrt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Das Coronavirus brachte die Aktienmärkte durcheinander. Wie geht es im nächsten Jahr weiter?

          Chancen am Aktienmarkt 2021 : Alles Corona oder was?

          Für Reise- und Luftfahrt-Titel brauchen Anleger gute Nerven, die Pharmabranche ist einen Blick wert. Was sind die Chancen für das Jahr 2021? Wir geben den Überblick in einer neuen Serie zur Geldanlage.

          Am Tag des Corona-Gipfels : RKI meldet Rekordzahl an Todesfällen

          Zum ersten Mal starben an einem Tag mehr als 400 mit dem Coronavirus infizierte Menschen in Deutschland. Auch die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin ein Anlass zur Sorge. Heute wollen Bund und Länder sich auf neue Maßnahmen einigen.
          Mit dem Zeltlager am Platz der Republik in Paris wollte ein Flüchtlingshilfeverein am Montag auf die ungelöste Unterbringungsfrage für Asylbewerber und illegal eingereiste Migranten aufmerksam machen.

          Abgelehnte Asylbewerber : Letzte Hoffnung Frankreich

          Viele in Deutschland und anderen EU-Staaten abgelehnte Asylbewerber fliehen nach Frankreich. Hier werden die Anträge weniger streng geprüft. Die französische Migrationsbehörde sieht sich als Opfer der europäischen Asylpolitik.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.