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Facebook kauft Weltraum-Unternehmen : Wenn das Internet mit der Drohne kommt

  • Aktualisiert am

Solarbetriebene Drohnen sollen wie Mini-Satelliten funktionieren Bild: Titan Aerospace

Fünf Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Internet-Zugang. Facebook könnte bald vielen Zutritt zur digitalen Welt verschaffen - und zwar mit Hilfe unbemannter Fluggeräte. 

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          Facebook hat schon mehr als eine Milliarde Mitglieder auf der ganzen Welt. Mehr Menschen sind Mitglied im größten sozialen Netzwerk als große Industrieländer wie Deutschland, Frankreich und sogar die Vereinigten Staaten Einwohner haben. Noch mehr Menschen auf dem Planeten, fünf Milliarden, haben indes noch überhaupt keinen Zugang zum Internet. Sie alle - die meisten leben in Asien und Afrika - sind mögliche künftige Facebook-Kunden.

          Deswegen gehört der Internet-Gigant der Initiative Internet.org an (auch Samsung und Ericsson sind unter anderen dabei), die sich vorgenommen hat, Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern einen günstigen Zugang ins Internet zu ermöglichen. Während des großen Branchentreffens in Barcelona warb Facebook-Chef Mark Zuckerberg gerade erst dafür.

          11.000 Drohnen - fürs erste

          Offen war bisher die Frage, wie Facebook & Co. das Netz zu den Menschen bringen. Flächendeckend Kabel verlegen oder Funkmasten aufstellen wären Möglichkeiten. Anscheinend hat Facebook nun aber (auch) für eine viel futuristischer klingende Alternative entschieden: Unbemannte Flugzeuge - vulgo: Drohnen - könnten dem bisher internetfreien Raum fliegen und den Kontakt zum Netz herstellen. Dafür kauft Facebook offenbar nun das Weltraum-Unternehmen Titan Aerospace, berichtet der Branchendienst TechCrunch.

          Die Technologiefirma baut Drohnen, die in großer Höhe fliegen, per Solarzellen betrieben werden und so fünf Jahre ohne Unterbrechung in der Luft bleiben können sollen. Angeblich plant Facebook, zunächst 11.000 solche spezielle Drohnen zu konstruieren - jede von ihnen könnte ungefähr dieselbe Funktion ausüben wie das heute schon die im Orbit stationierten Satelliten tun - nur eben einige Nummern kleiner.

          Der neue Zukauf stellt für Facebook übrigens eine vernachlässigbar kleine Summe dar: 60 Millionen Dollar soll die Übernahme gerüchteweise kosten - gerade erst hat Zuckerbergs Unternehmen den Kurznachrichtendienst Whatsapp für 19 Milliarden Dollar eingekauft.

          Diesmal nimmt Facebook aber nicht einen (potentiellen) Konkurrenten vom Markt, sondern tritt selbst auf einem weiteren Feld in den Wettbewerb: Der Suchmaschinenbetreiber Google hat ein ganz ähnliches Projekt längst ins Leben gerufen - und testet unter dem Titel „Project Loon“ seit Juni des vergangenen Jahres Ballons, die für Google das tun sollen, was Facebook wohl mit den Drohnen vorhat: Internet dorthin bringen, wo es noch nie zuvor gewesen ist.

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