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F.A.Z. exklusiv : Sky-Chef: Ein Bayern München reicht nicht

Carsten Schmidt ist Geschäftsführer von Sky Deutschland. Bild: dpa

Der Wettbewerb um die deutsche Fußball-Meisterschaft ist nicht mehr spannend genug, sagt der Sky-Deutschland-Chef im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und kritisiert seine Konkurrenten scharf.

          Der Chef des Bezahlsenders Sky Deutschland, Carsten Schmidt, hat die fehlende Spannung im Meisterschaftskampf der Fußball-Bundesliga bemängelt. „Die Bundesliga hat im Moment in der Spitze nicht mehr den Wettbewerb wie zwischen 2007 und 2011, als mit Bayern, Dortmund, Wolfsburg und Stuttgart vier verschiedene Meister in fünf Jahre triumphierten“, sagte Schmidt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Er hätte sich aus Sky-Sicht mehr Mut bei der Gestaltung des Verteilungsschlüssels der TV-Gelder gewünscht. „Der Bauch der Liga und das Verfolgerfeld hätte noch stärker finanziell ausgestattet werden sollen. Da ist vielleicht eine Chance verpasst worden.“

          Schmidt sieht sein Unternehmen trotz zunehmender Konkurrenz um den Erwerb von Fußballrechten und neuer  Anbieter weiterhin im Vorteil auf dem Fernsehmarkt. „Wir sind der Motor der deutschen Pay-TV-Industrie. Und unter Wettbewerb waren wir immer am besten.“ Das Geschäft mit dem Fußball laufe gut bei Sky. „Wir haben einen großen Zuwachs an Neukunden über alle Pakete.“

          Zugleich kritisierte er andere Mitbewerber scharf. So hat Eurosport sein Bundesliga-Livepaket vorwiegend mit Freitagspielen bisher nicht an Sky sublizenziert, sondern dafür eine Übereinkunft mit der Satellitenplattform HD+ getroffen.

          „Wir nehmen das zur Kenntnis. Ich halte es allerdings für wenig konsumentenfreundlich, dass Sky-Kunden nach unseren Informationen beim Anbieter HD+ derzeit nicht die Eurosport-Spiele dazubuchen können. Das ist diskriminierend“, sagte Schmidt. Inzwischen kooperiert Eurosport im Vertrieb der Bundesligaspiele auch mit Amazon.

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