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F.A.Z. exklusiv : Drohnen-Alarm über Deutschland

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Bedrohung aus der Luft Bild: dpa

Das BKA sieht Bedrohungsszenarien bis zu „terroristischen Anschlägen“ durch Drohnen in Deutschland. Fachleute glauben: Fußballfans und Konzertbesucher müssen sich fürchten. Und noch weitere Ziele sind denkbar.

          Die Gefahr von Anschlägen in Deutschland mit Drohnen wird nach Meinung von Fachleuten unterschätzt. Das Bundeskriminalamt sieht Bedrohungsszenarien „bis hin zu terroristischen Anschlägen“. Es erklärt dazu auf Anfrage der F.A.Z.: „Die Strafverfolgungsbehörden entwickeln im engen Austausch mit Forschung und Wirtschaft gemeinsame Lösungen.“

          Hierzu sei im BKA eine zentrale Stelle eingerichtet worden, die unter anderem Marktbeobachtungen vornehmen und Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten koordinieren würde, um Erkenntnisse der Länder und des Bundes zur Detektion und Abwehr von Drohnen zu bündeln.

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          Kein Schutz rund um Flughäfen oder bei Fußballspielen

          Branchenvertreter können ausführen, wo die Gefahren liegen. So gebe es bisher rund um Flughäfen, für Massenveranstaltungen wie Fußballspiele oder große Open-Air-Konzerte keine Schutzmaßnahmen, obwohl moderne Abwehrsysteme existierten. „In Deutschland sollte viel mehr über die Drohnenabwehr nachgedacht werden. Hier hängen wir weit hinterher“, sagte der Chef des Spezialanbieters und weltweiten Branchenmarktführers Dedrone aus Kassel, Ingo Seebach, der F.A.Z..

          Zur gleichen Einschätzung gelangt der Geschäftsführer des Unternehmens ESC Aerospace in München, Andreas Hausotter. „Wir sind in Deutschland nicht geschützt. Das Bedrohungspotential von Drohnen ist aufgrund der technischen Möglichkeiten enorm hoch. Bis zu schweren Anschlägen ist alles vorstellbar.“ Es fehle bei vielen Verantwortlichen noch das Bewusstsein.

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