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Ende von Schüler VZ : Die vielen Nachfolger von Facebook und Schüler VZ

  • Aktualisiert am

Bilder-Versendedienst Snapchat Bild: F.A.Z.

Schüler VZ macht dicht, Facebook kommt aus der Mode. Was machen junge Leute jetzt? Sie ersetzen das große soziale Netzwerk durch ein ganzes Bündel an Webseiten und Apps. Wir stellen die wichtigsten vor.

          Schüler VZ macht dicht. Deutschlands einst populärstes soziales Netzwerk von Jugendlichen zwischen 10 und 21 Jahren schließt zum 30. April - die Inhalte der 200.000 Nutzer, die dort noch registriert sein sollen, werden dann gelöscht, teilt das Netzwerk mit. Was folgt für die Jugendlichen? Worüber verabreden sie sich, schreiben sich Nachrichten und verbreiten sie künftig Bilder, die sie gerne mit ihrem Freundeskreis teilen wollen.

          Werden sie dies - was erst einmal naheliegt - über Facebook tun? Viele Jugendliche sind dort tatsächlich ohnehin schon lange registriert und aktiv, deswegen bleibt der Marktführer der sozialen Netzwerke für diese Altersklasse natürlich bedeutend. Allerdings lässt die Facebook-Nutzung in Deutschland seit drei Monaten nach, denn die Verluste bei Menschen unter 45 Jahren werden vom Wachstum in den älteren Gruppen nicht mehr ausgeglichen. In anderen Industrieländern ist das ähnlich, teils sogar noch deutlicher. Wohin gehen die Leute dann?

          Das Handy wird stärker

          Aus Sicht der Jugendlichen gibt es mehrere Gründe, nach Alternativen zu Facebook zu suchen. Erstens bleibt die latente Unsicherheit darüber, was mit eigenen Inhalten passiert, wo sie gespeichert werden und für wen sie dann womöglich zugänglich sind. Zweitens nervt die Werbung viele Nutzer offenbar zusehends. Drittens finden womöglich gerade Jugendliche es schlicht „uncool“, im selben Netzwerk aktiv zu sein wie ihre Eltern (umgekehrt gilt das mutmaßlich nicht). Und viertens findet der Austausch von Nachrichten/Geschichten/Bildern zunehmend nicht mehr von Computer zu Computer statt, sondern über internetfähige Mobiltelefone.

          Gerade für letztere gibt es eine Reihe von Programmen, die für Jugendliche wichtige Facebook-Funktionen ganz einfach ersetzen.

          Kommunikation. Wer heute eine Nachricht an alle Freunde schicken will, um etwas zu erzählen oder einen Termin auszumachen, der nimmt dafür nicht unbedingt Facebook, sondern die Handy-Apps „Whats App“, „MessageMe“ oder „Kik“.

          Fotos verschicken. Einst staunten alle darüber, dass Facebook das größte Online-Fotoalbum der Welt ist. Heute nutzen viele junge Leute den Fotodienst Instagram, der allerdings seit einem Jahr Facebook gehört. Doch auch andere Dienste werden beliebter, zum Beispiel „Eye Em“. Mit der Applikation „Snapchat“ kann man Bilder verschicken, die sich anders als auf Facebook selbst löschen - höchstens zehn Sekunden, nachdem der Adressat sie angesehen hat.

          Sich ausdrücken. Längere Erzählungen, die kein ganz festes Publikum haben, schickt so mancher heute über den Blogdienst Tumblr in die Welt. Tumblr ist auch beliebt für Fotografien, die nicht nur für enge Freunde gedacht sind - eben für die Selbstdarstellung und den Selbstausdruck, für den Facebook bisher auch wichtig war.

          Facebook versucht nun, mit der gerade vorgestellten Ergänzungs-Software „Facebook Home“, wieder den Anschluss auf Handys zu gewinnen.

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