https://www.faz.net/-gqe-7ujaq

Bezahlsystem : Ebay schickt Paypal an die Börse

  • Aktualisiert am

Paypal ist bislang eines von Ebays Zugpferden Bild: ZB

Ebay trennt sich von seinem Bezahlsystem Paypal. Künftig sollen beide Unternehmen einzeln an der Börse sein.

          1 Min.

          Das Online-Auktionshaus Ebay spaltet das Bezahlsystem Paypal ab. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sollten beide Unternehmen einzeln an der Börse notiert sein, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns vom Dienstag.

          Schon seit Monaten machen Aktionäre wie der Investor Carl Icahn Druck auf Ebay, Paypal abzuspalten - aus der Idee heraus, dass beide Konzerne an der Börse einzeln mehr wert wären als gemeinsam. Jetzt schickt Ebay seinen Bezahldienst tatsächlich an die Börse.

          „Als unabhängige Unternehmen sind Ebay und Paypal flexibler, wenn sie in neue Märkte einsteigen und Partnerschaften eingehen“, wird Ebay-Chef John Donahoe in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Gleichzeitig würden die Vorteile eines gemeinsamen Unternehmens mit der Zeit immer kleiner.

          Der Teil von Ebay, der übrig bleibt, macht im Moment rund zehn Milliarden Dollar Umsatz. Paypal macht 7,2 Milliarden Dollar Umsatz, hat aber etwas mehr Nutzer und wächst ungefähr doppelt so schnell.

          Der alte Ebay-Chef John Donahoe und sein Finanzvorstand Bob Swan sollen nach der Aufspaltung nur noch in den Verwaltungsräten der beiden Unternehmen mitarbeiten, aber nicht mehr im aktiven Management. Neuer Ebay-Chef wird der aktuelle Chef der Ebay-Marktplätze, Devin Wenig. Paypals Chef Dan Schulman behält seine Stelle.

          Die Aufspaltung soll aktienrechtlich als steuerfreies Spin-Off geschehen.

          Weitere Themen

          „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen Video-Seite öffnen

          Finanzminister Scholz : „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen

          Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben die beschlossene Verschärfung der Corona-Maßnahmen als notwendig verteidigt. Sie betonten außerdem die massive staatliche Unterstützung für die von Schließungen betroffenen Branchen.

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.