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Drosselkom-Streit : Die Telekom dünnt die Flatrates aus

  • Aktualisiert am

Flatrate von nun an nur als echte Flatrate Bild: dpa

Darf die Telekom die Geschwindigkeit von Internet-Flatrates drosseln? Nein, entschied ein Gericht. Jetzt will die Telekom nachgeben. Sie nennt die Tarife künftig nicht mehr „Flatrate“. Ganz abgeschafft wird der Begriff aber nicht.

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          Lange ging der Streit darum, ob die Deutsche Telekom ihre Internetverbindungen drosseln darf. Im Oktober entschied das Kölner Landgericht und verbot der Deutschen Telekom, bei DSL-Flatrates ab einem bestimmten genutzten Datenvolumen das Übertragungstempo zu drosseln.

          Jetzt hat sich die Telekom offenbar dazu entschieden, nachzugeben. Der Konzern werde keine Berufung einlegen, berichteten die „Rheinische Post“ sowie der „Focus“. Als Konsequenz aus der Gerichtsentscheidung werde die Telekom künftig nur noch uneingeschränkte DSL-Pauschaltarife als „Flatrate“ bezeichnen, schrieb die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Unternehmenskreise.

          Nun will die Telekom laut „Rheinischer Post“ in Zukunft einerseits DSL-Tarife mit klar definierten Obergrenzen für ein ungedrosselt verfügbares Datenvolumen vermarkten. Andererseits solle es weiterhin echte Flatrates geben, allerdings zu höheren Preisen. „Wir wollen insgesamt transparenter und kundenfreundlicher werden“, heißt es dem Bericht zufolge bei der Telekom intern. Laut „Focus“ soll die der Begriff „Flatrate“ für DSL-Tarife mit Volumenbegrenzung schon im Dezember gestrichen werden.

          Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie argumentierte, das Unternehmen habe seine Tarife als „Internet-Flatrate“ und unter Angabe einer „bis zu“-Geschwindigkeit beworben. Eine nachträgliche Drosselung sei dann eine „unangemessene Benachteiligung der Kunden“. Die Anerkennung des Urteils durch die Telekom bezeichnete der Chef der Verbraucherzentrale NRW, Klaus Müller, in der „Rheinischen Post“ als einen „Sieg für die Verbraucher“.

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